Die Berufsunfähigkeitsversicherung steht zunehmend unter Druck: Flexible Tarife und erweiterte Leistungen erhöhen die Anforderungen an Kalkulation und Risikomanagement. Ein aktuelles Stabilitätsrating zeigt, welche Anbieter ihr Geschäft besonders nachhaltig aufgestellt haben. Versicherungsbote stellt die besten BU-Versicherer in einer neuen Bildstrecke vor.
Versicherungsbote zeigt alle Anbieter des neuen BU-Stabilitätsratings in seiner Bildstrecke, die mindestens die Note "hervorragend" erhielten.
Hintergrund: Die langfristige Stabilität rückt in der Berufsunfähigkeitsversicherung immer stärker in den Fokus. Während Anbieter ihre Tarife kontinuierlich weiterentwickeln und Leistungen ausbauen, steigen zugleich die Anforderungen an Kalkulation und Risikoprüfung. Für Vermittler und Kunden wird es damit entscheidend, jene Versicherer zu identifizieren, die ihre Leistungsversprechen auch über Jahrzehnte hinweg zuverlässig erfüllen können.
Orientierung bietet dabei seit Jahren der MAP-Report aus dem Hause Franke und Bornberg, der regelmäßig die Stabilität von Lebensversicherern untersucht und speziell für die BU ein eigenes Rating vorlegt. Die aktuelle Ausgabe analysiert erneut, welche Anbieter ihre Kalkulation langfristig tragen können – und wo sich strukturelle Risiken abzeichnen.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Eine kleine Spitzengruppe hebt sich deutlich vom Markt ab, während sich der Großteil der Anbieter im Mittelfeld bewegt. Gleichzeitig bleibt ein strukturelles Problem bestehen: Nicht alle Versicherer liefern ausreichend Daten, um ihre Stabilität transparent bewerten zu lassen. In dieser Bildstrecke stellt Versicherungsbote die bestplatzierten BU-Versicherer vor.
Was wurde gemacht?
Ziel des Ratings ist es, die langfristige Stabilität von BU-Versicherern messbar zu machen – also die Frage zu beantworten, ob ein Unternehmen seine Leistungsversprechen über Jahrzehnte hinweg verlässlich erfüllen kann. Dafür kombiniert der MAP-Report drei zentrale Bewertungsdimensionen: Beitrag, Stabilität und Finanzstärke.
Im Bereich Beitrag wird die Prämienkalkulation der Anbieter analysiert – insbesondere die Angemessenheit von Brutto- und Nettoprämien im Marktvergleich. Grundlage sind mehrere Musterrechnungen für unterschiedliche Berufsgruppen, anhand derer die Tarifbeiträge systematisch verglichen werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Abstand zwischen beiden Größen: Ein hoher Spread kann darauf hindeuten, dass ein Tarif stark von zukünftigen Überschüssen abhängt und damit anfälliger für Beitragserhöhungen ist.
Ergänzend fließen kalkulatorische Risiken in die Bewertung ein, etwa durch Tarifoptionen wie Dynamiken oder Nachversicherungsgarantien. Diese werden jedoch nicht grundsätzlich negativ bewertet, da sie für Kunden wichtige Flexibilität bieten. Kritisch werden sie vor allem dann, wenn sie besonders weitreichend ausgestaltet sind und dadurch zusätzliche Risiken für die Kalkulation entstehen.
Die Stabilität des Geschäfts wird anhand der Entwicklung von Risikoüberschüssen und Schadenquoten untersucht. Häufige Anpassungen oder rückläufige Überschüsse gelten dabei als Hinweis auf zunehmenden Druck auf die ursprüngliche Kalkulation.
Im dritten Schritt wird die Finanzstärke der Unternehmen analysiert. Hier fließen Kennzahlen wie Solvabilität, Sicherheitsmittel, Ertragskraft und Kostenstruktur ein. Sie geben Aufschluss darüber, ob ein Versicherer auch in schwierigen Marktphasen seine Verpflichtungen zuverlässig erfüllen kann.
Wie wurde bewertet?
Die Bewertung erfolgt über ein Punktesystem mit maximal 1.850 Punkten. Daraus werden Ratingklassen abgeleitet:
- „mmm+“ – hervorragend (ab 80 Prozent)
- „mmm“ – sehr gut (ab 75 Prozent)
- „mm“ – gut (ab 65 Prozent)
- „m“ – befriedigend (ab 55 Prozent)
- Zusätzlich gibt es die Top-Kategorien „FFF+“ und „FFF“. Diese werden nur an Anbieter vergeben, die neben sehr hohen Punktzahlen auch eine besonders hohe Transparenz aufweisen und ihre Daten vollständig offenlegen.
Versicherer ohne ausreichende Datengrundlage erhalten hingegen keine Bewertung („o.W.“) – ein Hinweis auf mangelnde Transparenz, nicht zwingend auf schwache Stabilität.
Versicherungsbote stellt die Ratingsieger in einer Bildstrecke vor
Versicherungsbote stellt in einer neuen Bildstrecke jene Berufsunfähigkeitsversicherer vor, die im aktuellen Stabilitätsrating mindestens die Bewertung „mmm+“ (hervorragend) erreicht haben. Grundlage ist die erreichte Gesamtpunktzahl im gewichteten Bewertungssystem.
Neben den Ratingergebnissen enthält der aktuelle MAP-Report Nr. 943 („Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“) eine Vielzahl an Kennzahlen, Detailauswertungen und Beispielrechnungen zu Beiträgen und Kalkulation – darunter Analysen zu Brutto- und Nettoprämien, zur Beitragsentwicklung sowie zu zentralen Risikofaktoren in der Tarifgestaltung. Der Report kann kostenpflichtig über die Webseite von Franke und Bornberg bezogen werden.