Versicherungskammer wächst weiter – Gewinn leicht unter Rekordniveau

Quelle: Versicherungskammer

Die Versicherungskammer meldet für 2025 die höchsten Beitragseinnahmen der Konzerngeschichte. Dafür wurde weniger Gewinn eingefahren. Besonders das Kompositgeschäft und die Krankenversicherung treiben die Entwicklung.

Der Konzern Versicherungskammer hat im Geschäftsjahr 2025 erneut ein starkes Ergebnis erzielt. Die Versicherungskammer blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Jahresüberschuss lag bei rund 340 Millionen Euro und damit leicht unter dem Rekordwert von 354 Millionen Euro im Vorjahr. Hauptgrund seien steuerliche Sondereffekte.

Deutlich besser entwickelte sich das operative Ergebnis. Denn das Konzernergebnis vor Steuern stieg von 432 Millionen Euro auf rund 523 Millionen Euro und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Auch die Beitragseinnahmen legten weiter zu. Im selbst abgeschlossenen Geschäft wuchsen sie um 7,5 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro. „Als Teil der S-Finanzgruppe agieren wir robust und resilient als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten“, sagt Vorstandschef Prof. Dr. Frank Walthes.

Die Schaden- und Unfallversicherung entwickelte sich erneut gut. Mit einem Beitragswachstum von 8,5 Prozent stammt ein großer Teil des Zuwachses aus diesem Segment. Vor allem die Kraftfahrtversicherung legte kräftig zu. Die Beitragseinnahmen stiegen hier um 22,3 Prozent, begleitet von einem deutlichen Anstieg der Vertragszahlen auf über zwei Millionen Stück. Auch die Sachversicherung zeigte eine solide Entwicklung, insbesondere im Industriegeschäft. Ein deutliches Signal für die verbesserte Profitabilität ist die Schaden-Kosten-Quote. Diese sank auf 87,6 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Allerdings profitiert diese Entwicklung auch davon, dass größere Schadenereignisse im Jahr 2025 weitgehend ausblieben. Die Schaden-Kosten-Quote war bereits im Vorjahr deutlich gesunken. 2024 wurde der Wert von 106,2 Prozent auf 102,5 Prozent verbessert. Bereinigt lag die Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2024 sogar bei 98,4 Prozent.

Krankenversicherung wächst weiter

Die Gesundheits- und Pflegeversicherung bleibt ein zentraler Wachstumstreiber. Die Bruttobeiträge der Bayerischen Beamtenkrankenkasse (BK) und der Union Krankenversicherung (UKV) stiegen um 7,5 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich erneut das Neugeschäft, das vor allem durch die betriebliche Krankenversicherung sowie Zusatzversicherungen getragen wurde. Gleichzeitig zeigt sich aber auch hier ein bekanntes Bild. Die Leistungsausgaben steigen weiter an und legten um 7,7 Prozent zu. Diese wurden getrieben durch die anhaltende Inflation im Gesundheitswesen.

Auch die Lebensversicherung konnte 2025 zulegen. Die Beitragseinnahmen stiegen um 6,1 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro. Besonders das Einmalbeitragsgeschäft entwickelte sich positiv und konnte nach schwächeren Jahren wieder zulegen. Auch die betriebliche Altersvorsorge gewinnt weiter an Bedeutung und trägt inzwischen einen wesentlichen Teil zum Neugeschäft bei.

Die Kapitalanlagen des Konzerns entwickelten sich stabil. Der Bestand wuchs auf 63,6 Milliarden Euro, während das Kapitalanlageergebnis 1,37 Milliarden Euro erreichte. Die Nettoverzinsung lag bei 2,2 Prozent und unterstreicht die stabile Ertragskraft in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld.

Versicherungskammer-Ergebnisse in der Übersicht:

  • Jahresüberschuss liegt bei 340 Millionen Euro (leicht unter Vorjahr)
  • Ergebnis vor Steuern erreicht 523 Millionen Euro (Rekordwert)
  • Beitragseinnahmen steigen um 7,5 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro
  • Combined Ratio verbessert sich auf 87,6 Prozent
  • Kompositgeschäft wächst um 8,5 Prozent
  • Krankenversicherung: Beiträge steigen um 7,5 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro
  • Lebensversicherung: Beiträge wachsen um 6,1 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro

Für 2026 erwartet der Konzern beim laufenden Beitrag wieder positive Zahlen. Erste Anzeichen zeigten sich bereits in der Vertriebsleistung des laufenden Beitrags, die 2025 um 9,4 Prozent gestiegen ist. Ein Teil der Produktionssteigerung von insgesamt 12,8 Prozent werde sich demnach im gebuchten Beitrag dieses Jahr niederschlagen.