WWK-Vertreter dürfen Verträge von Allianz, Ergo & Co. betreuen

Quelle: WWK

Vertreter der WWK dürfen künftig auch Policen anderer Versicherer betreuen. Denn der Versicherer öffnet seinen Ausschließlichkeitsvertrieb für Drittverträge und führt ein neues CRM-System ein.

2022 beschritt die ALH-Gruppe neue Wege im Vertrieb und beschloss, ihren Ausschließlichkeitsvertrieb nach und nach zu Mehrfachagenten umzurüsten. Im Jahr 2024 schlug die Zurich einen vorsichtigeren Weg ein. Dies geschah zunächst in einem Pilotprojekt. Obwohl auch Zurich auf Mehrfachagenten setzt, blieb der ausschließlichkeitsgebundene Vertrieb ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells. Vermittler dürfen Fremdprodukte nur in Ausnahmefällen anbieten, wenn Zurich selbst keine passenden Produkte hat oder bestimmte Risiken nicht abdecken kann. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf den Zurich-Produkten. Es handelt sich um ein „Zusatzangebot“ für den ausschließlichkeitsgebundenen Vertrieb, das die Kundenbeziehungen stärken soll.

Nun will die WWK Versicherungsgruppe auch in diese grobe Richtung gehen. Ab April 2026 sollen Vertriebspartner nicht mehr nur eigene Produkte betreuen dürfen, sondern auch Verträge von Drittanbietern verwalten. Möglich wird dies durch die Umwandlung der 2:2 Assekuranzservice GmbH & Co. KG in den rechtlichen Status eines Mehrfachagenten.

Damit entsteht für die Ausschließlichkeitsorganisation ein neues Geschäftsmodell. Drittverträge können digital erfasst, verwaltet und in die Beratung integriert werden. Ziel sei es, Beratungsansätze systematischer zu gestalten und Cross- sowie Upselling-Potenziale gezielt zu identifizieren. Gleichzeitig sollen effizientere Prozesse den Vermittlern mehr Zeit für persönliche Kundengespräche verschaffen. Der Schritt sei aber explizit nicht als Öffnung der Ausschließlichkeit gedacht. Ergo dürfen die Vertreter keine Fremdpolicen vermitteln.

„Mit den neuen digitalen Lösungen bieten wir unseren Ausschließlichkeitsvermittlern klare Wettbewerbsvorteile. Sie können ihre Kunden nicht nur umfassend und transparent beraten, sondern profitieren auch von einer effizienten Optimierung ihrer Arbeitsprozesse durch moderne Technologien“, erklärt Rainer Gebhart, Vorstand Vertrieb der WWK.