Die Munich Re hat 2025 erneut einen Gewinn eingefahren und damit zum fünften Mal in Folge angestrebte Gewinnziel übertroffen. Das Konzernergebnis lag knapp 121 Millionen Euro über dem erwarteten Wert. Auch der Erstversicherer Ergo konnte zulegen.
Die Munich Re hat die vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt. Demnach habe der Rückversicherer einen Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen von 60,4 Milliarden Euro eingefahren. Damit verminderte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr marginal. 2024 hatte der Versicherungsumsatz noch bei 60,8 Milliarden Euro gelegen. Derweil kletterte der Gewinn von 5,7 Milliarden Euro auf 6,1 Milliarden Euro. Ebenfalls höher fällt das operative Ergebnis aus, dass von 8,0 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro fällt. Überdies erhöhte sich das versicherungstechnische Gesamtergebnis von 8,7 Milliarden Euro auf 9,8 Milliarden Euro.
Die Solvency-II-Kapitalquote lag zum Jahresende 2025 bei 298. Ende 2024 hatte der Wert noch bei 287 Prozent gelegen. Die Dividende soll von 20,00 Euro auf 24,00 Euro je Aktie angehoben werden. Dies entspräche einem Anstieg um 20,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für das Geschäftsjahr 2026 strebt Munich Re einen Gewinn von 6,3 Milliarden Euro an. Der Versicherungsumsatz der Gruppe soll voraussichtlich bei 64 Milliarden Euro liegen. Die Kapitalanlagerendite dürfte sich auf über 3,5 Prozent verbessern. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
"2025 war ein wegweisendes Jahr für Munich Re. Wir haben mit 6,1 Mrd. € Jahresgewinn nicht nur ein neues Rekordergebnis erzielt, sondern auch alle Versprechen aus unserem 5-Jahres-Strategieprogramm Ambition 2025 erfüllt. In einer von Krisen gezeichneten Zeit hat sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig, wachstumsstark und profitabel erwiesen. Munich Re hat Marktchancen konsequent ergriffen, Erträge gesteigert und gleichzeitig stabiler gemacht. So konnten wir den Ansprüchen all unserer Stakeholder – Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft – vollumfänglich gerecht werden. Mit unserem neuen Strategieprogramm Ambition 2030 werden wir unser Geschäftsportfolio weiter diversifizieren, Angebote für unsere Kunden ausbauen und Munich Re zur Rück-, Spezial- und Erstversicherungsgruppe im großen Maßstab weiterentwickeln.", sagte Christoph Jurecka, Vorstandschef der Munich Re.
Munich Re-Ergebnisse in der Übersicht:
- Operatives Ergebnis steigt von 8,0 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro
- Der Versicherungsumsatz stagniert bei 60.412 Millionen Euro (60.830 Milliarden Euro)
- Die Summe der Großschäden fällt von 2,81 Milliarden Euro auf 1,63 Milliarden Euro
- Schäden durch Naturkatastrophen fielen von 1,91 Milliarden Euro auf 0,89 Milliarden Euro
- Die Dividende pro Aktie steigt von 20,00 Euro auf 24,00 Euro
- Solvency-II-Kapitalquote steigt von 287 auf 298 Prozent
Die Zahlen wurden unterstützt durch deutlich geringere Gr0ßschäden. Diese hätten eine Summe von knapp 1,63 Milliarden Euro verbraucht. 2024 waren es noch 2,81 Milliarden Euro. Die Schäden aus Naturkatastrophen sanken ebenfalls. Waren es anno 2024 noch 1.915 Millionen Euro, kletterte der Wert in 2025 auf 887 Millionen Euro. Mit rund 800 Millionen Euro waren die Waldbrände in Los Angeles der teuerste Einzelschaden des Jahres.
Gute Zahlen konnte die Firmentochter Ergo vermelden. Beim zweitgrößten Personenversicherer auf dem deutschen Markt konnte der Konzernüberschuss 2025 um 107 Millionen Euro auf 917 Millionen Euro gesteigert werden. Damit sei das Gewinnziel von 900 Millionen Euro übertroffen worden. Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen habe mit 21,7 Milliarden Euro ebenfalls auf Zielniveau gelegen.