R+V mit deutlichem Beitragsplus

Quelle: R+V

Der R+V Konzern hat im vergangenen Jahr wieder verbesserte Beitragseinnahmen einfahren können. Demnach stiegen die Beiträge der Gruppe um 5,4 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Während der Bereich Lebens- und Pensionsversicherung nur leicht zulegte, konnte die Unternehmenstochter Assimoco deutlich wachsen.

Der R+V Konzern hat seine vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Nach dem der Versicherer in den vergangenen Jahr positive Zahlen vorlegen konnte, wurden nun die Geschäftsergebnisse in fast allen Sparten nach oben gehievt. Lediglich die Rückversicherung hat einen marginal geringeren Umsatz.

Für das Jahr 2025 vermeldet das Wiesbadener Unternehmen wieder gute Zahlen. Demnach wuchsen die Beiträge der R+V Gruppe um 8,9 Prozent auf etwa 22,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig konnte der Versicherer um 9,3 Prozent verbesserte Beitragseinnahmen im deutschen Erstversicherungsgeschäft ausfweisen. Diese lagen final bei 17,5 Milliarden Euro.

Die Aktive Rückversicherung verliert beim Umsatz 0,3 Prozent und rutscht auf 3,4 Milliarden Euro ab. Die italienische R+V-Tochter Assimoco kletterte sogar um 21,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Die Vertriebspartnerschaften mit der genossenschaftlichen Bankengruppe Cassa Centrale Banca (CCB) und der größten italienischen Bankgenossenschaft ICCREA hätten maßgeblich zu der positiven Entwicklung beigetragen.

„Trotz global weiter herausfordernder Rahmenbedingungen und einer schwachen deutschen Wirtschaft konnte die R+V Gruppe bei den Beiträgen in allen Sparten weiter kräftig zulegen“, sagt R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger. „Wir haben damit einen großen Schritt hin zu unserem Beitragsziel von 25 Milliarden Euro gemacht, das wir im Rahmen unserer Unternehmensstrategie NextLevel bis 2030 erreichen wollen.“

Für das Jahr 2026 rechnet die R+V erneut mit einem Wachstum in allen Sparten. „Voraussetzung dafür sind aber auch die richtigen Rahmenbedingungen, die die Politik schaffen muss“, betont R+V-Chef Rollinger.

Lebensversicherung enorm verbessert

Während das Geschäft in der Schaden-/Unfallversicherung und in der Krankenversicherung weiter wuchs, verzeichnete die R+V in der Lebens- und Pensionsversicherung einen wahren Umsatzsprung. So konnten die gebuchten Bruttobeiträge in der Sachsparte um 6,7 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Im Firmenkundengeschäft legte der Versicherer um 5,8 Prozent zu. Im Geschäft mit Privatkunden stand ein Plus von 5,5 Prozent. In der Kfz-Sparte stiegen die Beitragseinnahmen um 9,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Hier konnte die Schaden-Kosten-Quote von 103 Prozent auf 96 Prozent verbessert werden.

Das Segment Lebens- und Pensionsversicherung kletterte deutlich. Hier wuchsen die Beiträge etwa 12,1 Prozent und lagen damit bei 8,5 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Einmalbeiträgen habe mit 3,7 Milliarden Euro ein Plus von 28,8 Prozent eingefahren. Im Geschäft gegen laufenden Beitrag legte der genossenschaftliche Versicherer um 2,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu.

Auch beim gesamten Neugeschäft gab es verbesserte Werte. Demnach stiegen die Neubeiträge um 22,0 Prozent auf gut 4,9 Milliarden Euro. Einen großen Anteil daran hatte das Neugeschäft mit Altersvorsorge-Produkten mit neuartigen Garantien. Die neuen Garantien fuhren ein Plus von 55,9 Prozent ein. Allein die Safe+Smart-Produktfamilie brachte im Neugeschäft von 1,3 Milliarden Euro ein. Das Neugeschäft mit fondsgebundenen Lösungen erreichte 1,5 Milliarden Euro, ein Plus von 23,2 Prozent. Der Neubeitrag in der betrieblichen Altersvorsorge lag bei 1,6 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 16,0 Prozent.

Ein ebenfalls wichtiger Wachstumstreiber sei 2025 erneut das Geschäftsfeld Gesundheit gewesen. Hier habe der Versicherer im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 7,6 Prozent den Umsatz auf 1.021 Millionen Euro steigern können. Die Anzahl der versicherten Personen wuchs um 6,5 Prozent auf 1,9 Millionen. Der Großteil der Versicherungsnehmer hat eine Zusatzversicherung. Denn die Zahl der Zusatzversicherten habe um 6,6 Prozent auf fast 1,8 Millionen zulegen können. Im gleichen Atemzug wuchs die Zahl der Vollversicherten um 3,4 Prozent auf rund 75.000.