Die ALH Gruppe blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück. Vor allem Lebens- und Krankenversicherung legten deutlich zu. Der Gesamtumsatz nähert sich der Sechs-Milliarden-Euro-Marke.
Der Konzern Alte Leipziger-Hallesche hat seine vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach haben die Gesellschaften der ALH Gruppe ein deutliches Beitrags- und Umsatzwachstum erzielt. Besonders stark entwickelte sich dabei das Lebensversicherungsgeschäft. Aber auch Kranken-, Schaden- und Unfallversicherung sowie die weiteren Gruppengesellschaften hätten Zuwächse verzeichnetet. Insgesamt nähert sich der Gruppenumsatz der Marke von sechs Milliarden Euro. Dieser hatte im Vorjahr noch bei gut 5,4 Milliarden Euro gelegen.
„Das vergangene Geschäftsjahr war erneut ein gutes Jahr für die ALH Gruppe. Unseren Kurs, weiter in die IT und Digitalisierung zu investieren und an einer verlässlichen Datenbasis sowie den notwendigen Zukunfts-Skills zu arbeiten, setzen wir auch 2026 konsequent fort“, sagt der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn.
Bei der Alte Leipziger Lebensversicherung sorgt vor allem das Neugeschäft für Rückenwind. Für 2025 wird ein Neugeschäftsvolumen von über einer Milliarde Euro erwartet. Treiber seien insbesondere die deutlich gestiegenen Einmalbeiträge infolge des Zinsumfelds. Gleichzeitig würden die laufenden Beiträge voraussichtlich um rund sieben Prozent steigen. Die Brutto-Beitragseinnahmen überschreiten voraussichtlich erstmals die Marke von drei Milliarden Euro. Der Rohüberschuss soll bei über 430 Millionen Euro liegen und damit über dem Vorjahreswert.
Auch die Hallesche Krankenversicherung blickt auf ein solides Jahr zurück. Das Neugeschäft erreicht 2025 einen Monatssollbeitrag von 7,0 Millionen Euro. Besonders stabil zeigt sich erneut die betriebliche Krankenversicherung. Die gebuchten Bruttobeiträge steigen voraussichtlich um rund neun Prozent auf etwa 1,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig schlagen die im Markt stark gestiegenen Leistungsausgaben auf das Ergebnis durch und spiegeln sich in einem Bruttoüberschuss von rund 185 Millionen Euro wider.
In der Schaden- und Unfallversicherung entwickelt sich die Alte Leipziger Versicherung insgesamt robust. Zwar liegt das Neugeschäft mit rund 100 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert, die Beitragseinnahmen steigen jedoch um etwa fünf Prozent auf 577 Millionen Euro. Besonders dynamisch wuchsen die Beiträge in der gewerblichen Haftpflicht sowie in den Sachversicherungen. Belastend wirkten allerdings drei Feuergroßschäden mit einem Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro. Dennoch verbessert sich die Nettoschaden-Kostenquote und liegt bei 99 Prozent.
Zum Wachstum der Gruppe tragen auch die weiteren Gesellschaften bei. Die Alte Leipziger Bauspar setzte ihren Expansionskurs in der Baufinanzierung fort und steigerte das außerkollektive Neugeschäft auf über 206 Millionen Euro. Das Neugeschäft mit klassischen Bauspardarlehen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dagegen ging das Bauspar-Neugeschäft nach den Boomjahren in einem anspruchsvollen Marktumfeld um 13 Prozent zurück. Positiv entwickelte sich auch die Alte Leipziger Trust: Das verwaltete Fondsvolumen stieg auf 3,1 Milliarden Euro, getragen vor allem durch Zuwächse bei Publikumsfonds. 2026 feiert die Gesellschaft ihr 40-jähriges Bestehen.