Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) legt weiter deutlich zu. Inzwischen bieten 60.000 deutsche Unternehmen ihren Mitarbeitern eine komplett vom Arbeitgeber gezahlte bKV an. Laut Lobby-Verein "boomt" dieser Zweig der Krankenversicherung.
Der Kampf um Fachkräfte ist für viele deutsche Unternehmen ein schwieriger und oft langwieriger sowie teurer Krampf. Zudem führen Fehlzeiten von Angestellten jedes Jahr zu Milliardenschäden für die Wirtschaft. Diese beiden Aspekte können auch Vermittler nutzen, um für die Vorteile einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) zu werben.
Inzwischen haben sich die Modelle der betriebliche Altersversorgung sowie der betriebliche Krankenversicherung bei vielen Arbeitgebern etabliert. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, sagt der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands, Thomas Brahm.
Und: Dieser Ansatz hat scheinbar immer häufiger Erfolg. Denn im Wettbewerb um Mitarbeiter setzen Unternehmen zunehmend auf die betriebliche Krankenversicherung. Das belegen die aktuellen Zahlen der betriebliche Krankenversicherung (bKV). So hätten laut Verband der Privaten Krankenversicherung Ende 2025 rund 60.000 Unternehmen gegeben, die ihren Mitarbeitern diese zusätzliche Absicherung anboten. Das entspricht einem Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 (51.800 Betriebe). Seit 2015 hat sich der Wert bemerkenswert vervielfacht. Ende 2015 waren es noch 3.848 Unternehmen. Das geht aus Zahlen des PKV-Verbands hervor.
Mittlerweile nutzten rund 2,82 Millionen Personen das bKV-Angebot ihres Arbeitgebers und bekommen eine komplett vom Arbeitgeber gezahlte betriebliche Krankenversicherung (bKV). Rund 450.000 Personen hätten einen betrieblichen Pflegeschutz. Das entspricht einem Plus von 14,8 Prozent bzw. 364.300 zusätzlichen Versicherten. „In Zeiten eines sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels ist die bKV ein strategischer Vorteil für Unternehmen“, betont Brahm. „Sie stärkt die Mitarbeiterbindung, erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und schafft gleichzeitig einen echten gesundheitlichen Mehrwert.“