Die Allianz investiert erstmals in einen Offshore-Windpark in Frankreich. Mit dem Projekt will der Versicherer sein Engagement für die Energiewende und die Bedeutung des Infrastruktur-Ausbaus im Bereich erneuerbarer Energien untermauern.
Die Allianz hat ein weiteres Infrastrukturprojekt ins Visier genommen. Derartige Investitionen haben inzwischen eine längere Tradition. So hatte sich der Münchener Versicherungskonzern unter anderem Bau des neuen Abwassertunnels in London beteiligt. Der „Thames Tideway Tunnel“ soll nicht nur die Umwelt schützen, sondern steht auch symbolisch für langfristige, renditestarke Anlagen deutscher Sparer.
Nun steigt der Versicherer erstmals in einen französischen Offshore-Windpark ein und baut damit das Engagement im Bereich erneuerbare Energien weiter aus. Über Allianz Global Investors wurde im Auftrag der Allianz-Versicherungsgesellschaften eine Minderheitsbeteiligung von 20,25 Prozent am Offshore-Windpark Îles d’Yeu et Noirmoutier (EMYN) erworben. Verkäufer ist Ocean Winds, ein internationaler Offshore-Windenergieentwickler.
Der Windpark mit einer Leistung von 500 Megawatt befindet sich in der finalen Bauphase. Bereits im Juni 2025 sei erstmals Strom erzeugt worden. Die vollständige Inbetriebnahme sei für das erste Quartal 2026 geplant. Mit dem Projekt werden künftig zahlreiche Haushalte in Frankreich mit grünem Strom versorgt.
„Dieses Projekt ist nach Investitionen in den Niederlanden und Deutschland unsere drittes Direktanlage in einen Offshore-Windpark und unser erstes Investment in Offshore-Wind in Frankreich, einem Markt, in dem die Allianz seit 2008 aktiv in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investiert. Der Windpark îles d’Yeu et Noirmoutier untermauert erneut unser Engagement für die Energiewende und die Bedeutung des Infrastruktur-Ausbaus im Bereich erneuerbarer Energien“, erklärt Mario Skoric, Chief Executive Officer von Allianz Investment Management. Die Partnerschaft mit Ocean Winds unterstütze nicht nur die Dekarbonisierung, sondern solle zugleich langfristigen Wert für die Versicherten schaffen.
Solche nicht börsengehandelten Anlagen – darunter erneuerbare Energien, Mittelstandsfinanzierungen und weitere Großprojekte – sind laut Allianz seit Jahrzehnten Bestandteil der Kapitalanlagestrategie. Allein die Allianz Lebensversicherung hatte im Vorjahr rund 100 Milliarden Euro in alternative Anlagen investiert.