Zurich erhöht Übernahmeangebot für Beazley

Quelle: Zurich

Die Zurich hat ihr Übernahmeangebot für Beazley deutlich angehoben. Der Deal könnte einen globalen Schwergewicht im Geschäft für Spezialversicherungen schaffen.

Die Zurich Insurance Group erhöht den Druck im Übernahmepoker um den britischen Specialty-Versicherer Beazley. Der Schweizer Konzern hat ein verbessertes Angebot zur vollständigen Übernahme von Beazley vorgelegt und bietet nun 1.280 Pence in bar je Aktie. Das berichtet der Konzern in einer Ad-hoc-Mitteilung. Demnach liegt das neue Gebot deutlich über dem zuvor unterbreiteten Angebot und markiert eine erhebliche Prämie auf den aktuellen und historischen Börsenkurs.

Nach Angaben von Zurich entspricht der Angebotspreis unter anderem einem Aufschlag von 56 Prozent auf den Schlusskurs von Beazley am letzten Handelstag vor Abgabe des Angebots sowie einem deutlichen Plus gegenüber den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Auch gegenüber dem bisherigen Allzeithoch der Beazley-Aktie ergibt sich noch ein Aufschlag von mehr als 30 Prozent. Bereits Anfang Januar hatte Zurich 1.230 Pence je Aktie geboten, war damit jedoch beim Verwaltungsrat von Beazley auf Ablehnung gestoßen, der den Preis als signifikante Unterbewertung einstufte.

Zurich argumentiert nun, das erhöhte Barangebot verschaffe den Aktionären von Beazley einen sofortigen und sicheren Wert, der über das hinausgehe, was das Unternehmen eigenständig in absehbarer Zeit erreichen könne. Zugleich betont der Konzern, dass das Angebot den fundamentalen Wert von Beazley vollständig abbilde. Etwaige nachträglich beschlossene oder ausgezahlte Dividenden würden allerdings vom Angebotspreis in Abzug gebracht.

Strategisch hätte die Transaktion weitreichende Bedeutung. Durch den Zusammenschluss entstünde ein global führender Anbieter im Specialty-Geschäft mit einem Bruttoprämienvolumen von rund 15 Milliarden US-Dollar. Zurich verweist dabei auf komplementäre Underwriting-Kompetenzen, umfangreiche Datenressourcen sowie leistungsfähige Rückversicherungs- und Technologieplattformen. Der neue Verbund würde zudem von der starken Marktposition Beazleys bei Lloyd’s of London profitieren und seinen Schwerpunkt im Vereinigten Königreich haben.

Die Übernahme passt nach Darstellung von Zurich nahtlos zu den strategischen Prioritäten, die der Konzern zuletzt vorgestellt hat. Erst kürzlich hatte Zurich seine Aktivitäten durch den Aufbau einer globalen Specialty-Einheit gebündelt, um dieses Geschäftsfeld gezielt auszubauen. Finanziert werden soll die Transaktion aus vorhandenen Barmitteln, neuen Fremdmitteln sowie einer ergänzenden Aktienplatzierung. Zurich sieht sich dabei als disziplinierter Käufer und zeigt sich überzeugt, dass der Deal sowohl für die eigenen Aktionäre als auch für die Anteilseigner von Beazley attraktive Erträge liefern würde.