Altersvorsorge: Sorge um Lebensstandard im Alter wächst

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Die Angst vor einem sinkenden Lebensstandard im Alter bleibt groß. Doch immer weniger Menschen wollen 2026 aktiv mehr vorsorgen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Die Sorge um den eigenen Lebensstandard im Alter bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Doch ausgerechnet die Bereitschaft, aktiv gegenzusteuern, lässt nach. Das zeigt der aktuelle „DIA Deutschland-Trend Vorsorge 2025“ des Deutsches Institut für Altersvorsorge. Demnach rechnet eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung damit, im Ruhestand finanzielle Abstriche machen zu müssen, während gleichzeitig weniger Menschen planen, ihre Vorsorge in den kommenden zwölf Monaten auszubauen.

Konkret gehen 67 Prozent der Befragten davon aus, ihren heutigen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. 37 Prozent erwarten sogar, ihren Lebensstandard deutlich senken zu müssen. Lediglich ein Drittel glaubt, zumindest auf dem heutigen Niveau bleiben zu können.

„Die Menschen blicken realistisch, aber besorgt auf ihren Ruhestand. Die Sorge um den Lebensstandard ist hoch, gleichzeitig bröckelt die kurzfristige Vorsorgebereitschaft – das ist ein Alarmsignal für Politik und Anbieter“, erklärt Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). „Wir brauchen jetzt einfache, verlässliche Produkte und klare Orientierung über zu erwartende Versorgungslücken, damit aus berechtigten Sorgen Taten werden.“

Noch widersprüchlicher fällt der Blick auf die Vorsorgebereitschaft aus. Zwar geben 36 Prozent an, bislang nicht ausreichend vorgesorgt zu haben und in den nächsten zwölf Monaten mehr tun zu wollen. Doch dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte gesunken. Gleichzeitig wächst der Anteil jener, die sich außerstande sehen oder schlicht nicht bereit sind, ihre Vorsorgeanstrengungen zu erhöhen: 35 Prozent gehören inzwischen zu dieser Gruppe. Das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten. Nur 29 Prozent halten ihre bisherige Altersvorsorge für ausreichend.

„Wir sehen in unserer aktuellen Befragung, dass die Lücke zwischen negativer Zukunftserwartung und positivem Vorsorgehandeln größer wird,“ so Peter Schwark. „Politik und Anbieter sind dringend gefordert, neue und zielgerichtete Impulse zu setzen – von der Reform der privaten Altersvorsorge bis zur klaren Kommunikation über die Vorsorgemöglichkeiten und ihre unterschiedlichen Chancen-Risiko-Profile.“