JDC-Chef: „Das zurückliegende Jahr war kein leichtes“

Quelle: @ Jung, DMS & Cie.

Dr. Sebastian Grabmaier ist Vorstandsvorsitzender von Jung, DMS & Cie. Er erläutert, wie Makler und Pools 2025 mit wirtschaftlicher Unsicherheit, politischer Diskussion und verhaltenem Vorsorgeverhalten umgegangen sind und weshalb dadurch zugleich Beratungsbedarf und Nachfrage nach digitalen Lösungen gestiegen sind. 2026 will das Unternehmen seine Plattform mit KI ausbauen, Prozesse automatisieren und Maklern mehr Effizienz, Transparenz und Regulatoriksicherheit bieten.

Wie blickt die Versicherungsbranche auf 2025 zurück? Und welcher Ausblick bietet sich für das kommende Jahr? Auch in diesem Jahr suchte Versicherungsbote das Gespräch mit den Vorständen der Versicherer. Die Antworten spiegeln ein breites Spektrum an Branchenthemen wider: von anhaltender Kosten- und Schadeninflation über geopolitische Unsicherheiten bis hin zu technologischen Umbrüchen, die Geschäftsmodelle tiefgreifend verändern.

Doch der Rückblick ist keineswegs nur von Herausforderungen geprägt. Viele Vorstände berichten trotz Wettbewerbs- und Transformationsdruck von bemerkenswertem Optimismus. Vor allem Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben 2025 einen deutlichen Sprung gemacht und eröffnen neue Effizienz- und Wachstumspotenziale – sei es in Schadenprozessen, der Kundenkommunikation oder in der Entwicklung neuer Produkte. Zugleich rücken Kundenzentrierung, hybride Beratung und organisatorischer Wandel stärker in den Fokus.

So entsteht ein differenziertes Bild: Die Branche steht unter hohem Veränderungsdruck, sieht jedoch zugleich enorme Chancen, die sich aus technologischer Innovation, kultureller Erneuerung und neuen Geschäftsmodellen ergeben.

Im Folgenden stellen wir die Antworten von Dr. Sebastian Grabmaier vor – Vorstandsvorsitzender bei Jung, DMS & Cie.

Rückblick

Das zu Ende gehende Jahr war sicherlich kein leichtes für Makler, Vertriebe und Pools. Das schwache wirtschaftliche Umfeld, die anhaltenden politischen Diskussionen im Bereich Renten und Krankenkassen trugen zur Verunsicherung der Menschen bei, so dass sie ihr Geld zusammenhielten und weniger in Absicherung und Vorsorge investierten. Allerdings sorgte das auch für mehr Beratungsbedarf, wovon unsere Poolpartner profitierten. Daher dürfte im Vermittlermarkt auch im kommenden Jahr der Fokus auf Kundenzentrierung, Beratungstransparenz und Datenqualität liegen. Außerdem gewinnen die Digitalisierung der Beratung – etwa durch Remote-Beratung und digitale Unterschrift –, hybride Vertriebswege und objektive Produktneutralität an Bedeutung.

Ausblick

An oberster Stelle steht für uns im kommenden Jahr weiterhin der Ausbau und die technologische Weiterentwicklung unser Plattformtechnologie für unsere Vermittler. Hier geht es vor allem darum, unter Einsatz von KI Prozesse weiter zu automatisieren und den Datenhaushalt weiter zu optimieren. Damit bieten wir angeschlossenen Maklern mehr Effizienz, Beratungskompetenz und regulatorische Sicherheit.