Dr. Rainer Reitzler ist CEO des Münchener Verein. Er berichtet, wie der Versicherer 2025 ein Jahr der Spitzenleistungen erlebte – mit Bestnoten, Produktionswachstum und neuen digitalen Services wie KI-Assistent und Chatbot. Ab 2026 setzt das Unternehmen seine neue Strategie um, baut die Krankenversicherung aus, digitalisiert Prozesse weiter und festigt seine Position als Versicherer des Handwerks.
Wie blickt die Versicherungsbranche auf 2025 zurück? Und welcher Ausblick bietet sich für das kommende Jahr? Auch in diesem Jahr suchte Versicherungsbote das Gespräch mit den Vorständen der Versicherer. Die Antworten spiegeln ein breites Spektrum an Branchenthemen wider: von anhaltender Kosten- und Schadeninflation über geopolitische Unsicherheiten bis hin zu technologischen Umbrüchen, die Geschäftsmodelle tiefgreifend verändern.
Doch der Rückblick ist keineswegs nur von Herausforderungen geprägt. Viele Vorstände berichten trotz Wettbewerbs- und Transformationsdruck von bemerkenswertem Optimismus. Vor allem Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben 2025 einen deutlichen Sprung gemacht und eröffnen neue Effizienz- und Wachstumspotenziale – sei es in Schadenprozessen, der Kundenkommunikation oder in der Entwicklung neuer Produkte. Zugleich rücken Kundenzentrierung, hybride Beratung und organisatorischer Wandel stärker in den Fokus.
So entsteht ein differenziertes Bild: Die Branche steht unter hohem Veränderungsdruck, sieht jedoch zugleich enorme Chancen, die sich aus technologischer Innovation, kultureller Erneuerung und neuen Geschäftsmodellen ergeben.
Im Folgenden stellen wir die Antworten von Dr. Rainer Reitzler vor – Reitzler ist CEO des Münchener Verein:
Rückblick
Das Jahr 2025 war für den Münchener Verein ein Jahr der Spitzenleistungen. Zum 14. Mal in Folge wurden wir als „Versicherer des Jahres“ mit der Bestnote „Sehr gut“ ausgezeichnet und bleiben damit einer der führenden Versicherer Deutschlands. Besonders erfreulich: Erster Platz in der Kundenbewertung der Kranken- sowie Unfallversicherung. Zahlreiche weitere Auszeichnungen wie die vierte Auszeichnung zum Makler-Champion in Folge und der Deutsche Servicepreis unterstreichen die hohe Zufriedenheit. Auch im Vertrieb setzte sich die Erfolgsserie mit einem Produktionsplus von 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fort. Wichtige Meilensteine waren außerdem die Einführung der optimierten Deutschen Handwerks-Berufsunfähigkeitsversicherung (DHBU) sowie zwei digitale Innovationen aus dem eigenen Haus: Der KI-Assistent „MV Schorsch“ unterstützt die Mitarbeitenden, während Chatbot „Ella“ den Kundenservice optimiert.
Ausblick
Mit einer neuen Unternehmensstrategie richten wir uns ab 2026 weiterhin gezielt auf aktuelle und vor allem künftige Marktbedingungen aus, um die starke Marktposition auszubauen. Im Fokus stehen zudem der Ausbau des Engagements in der Krankenversicherung, die fortschreitende Digitalisierung zur Optimierung von Prozessen und Verschlankung von Abläufen sowie die weitere Ausrichtung auf unsere Kernzielgruppe dem Handwerk. Digitale Lösungen wie der digitale Assistent MV Schorsch und Chatbot Ella spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit Innovationsgeist und Kundenfokus blicken wir also optimistisch auf das kommende Jahr und hoffen hier an die zahlreichen Auszeichnungen wie den „Versicherer des Jahres“ anknüpfen zu können.