Debeka steigert Beitragseinnahmen deutlich

Quelle: Debeka

Die Debeka-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 in fast allen Bereichen wieder positive Zahlen erreicht. Die Gesamteinnahmen der Gruppe stiegen um etwa zehn Prozent auf rund 17,2 Milliarden Euro. Lediglich der Bereich Bausparkasse verzeichnete geringere Geldeingänge als im Vorjahr.

Die Debeka-Gruppe hat ihre Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht und meldet gute Zahlen in Bereichen. Die Beitragseinnahmen der Versicherungen stiegen um 13,2 Prozent auf 14,99 Milliarden Euro. Insgesamt summierten sich die Einnahmen der Gruppe auf 17,17 Milliarden Euro.

Gleichzeitig vermeldet der Versicherer aber auch steigende Ausgaben. So lagen die Leistungen bei rund 17,0 Milliarden Euro. „Die Debeka gibt mehr an ihre Mitglieder zurück, als sie an Beiträgen einnimmt“, erklärt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka. „17 Milliarden Euro für unsere Versicherten, finanziert aus Beiträgen und erfolgreicher Kapitalanlage. Das ist der Kern unserer Philosophie als genossenschaftlich geprägter Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit: Wir wirtschaften ausschließlich und alleine für unsere Mitglieder.“

Die Differenz wird maßgeblich durch Kapitalerträge ausgeglichen. Diese stiegen auf 2,61 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kapitalanlagen selbst wuchsen auf 118,8 Milliarden Euro.

Krankenversicherung dominiert

Das Wachstum der Gruppe wurde von in Summe von allen Sparten getragen, allen voran der Krankenversicherung. Diese legte um 17,8 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig stiegen die Versicherungsleistungen auf 7,02 Milliarden Euro. Positiv ist hier insbesondere die weiterhin sehr niedrige Kostenstruktur zu nennen. Die Verwaltungskostenquote konnte von 1,57 Prozent auf 1,31 Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Branchenweit lag die Verwaltungskostenquote im Jahr 2024 bei 2,3 Prozent. Derweil musste der Krankenversicherer einen leichten Rückgang der Mitgliederzahlen hinnehmen. Diese sanken um 1,8 Prozent auf 5.040.775 Mitglieder.

In der Lebensversicherung zeigt sich ein differenziertes Bild. Denn die Beitragseinnahmen stiegen leicht auf 3,83 Milliarden Euro. Wachstum kam vor allem aus dem Einmalbeitragsgeschäft (+39,9 Prozent), während laufende Beiträge rückläufig waren. Die Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 10,9 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die Combined Ratio deutlich von 93,16 Prozent auf 88,9 Prozent.

Debeka-Zahlen in der Übersicht:

  • Beitragseinnahmen Versicherungen steigen auf 14,99 Milliarden Euro (+13,2 Prozent)
  • Gesamteinnahmen der Gruppe erreichen 17,17 Milliarden Euro
  • Leistungen liegen bei 17,0 Milliarden Euro
  • Kapitalerträge steigen auf 2,61 Milliarden Euro
  • Kapitalanlagen wachsen auf 118,8 Milliarden Euro
  • Krankenversicherung wächst auf 9,66 Milliarden Euro Beiträge
  • Lebensversicherung erzielt 3,83 Milliarden Euro Beiträge
  • Schaden-/Unfallversicherung wächst auf 1,46 Milliarden Euro
  • Combined Ratio verbessert sich auf 88,9 Prozent
  • Bausparen und Bestände entwickeln sich unterschiedlich

Bei der Bausparkasse stiegen die Kreditneuzusagen um 19,8 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Verschiebungen im Bestand. Denn die Zahl der Mitglieder sank leicht um 1,2 Prozent auf 7,57 Millionen, während der Vertragsbestand nahezu stabil blieb. In Summe nahm der Bereich Bausparkasse dadurch weniger Geld ein. So reduzierten sich die Geldeingänge in diesem Segment um 5,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Für 2026 rechnet die Debeka trotz eines schwachen wirtschaftlichen Umfelds mit weiterem Wachstum über Marktniveau. Treiber sollen weiterhin die Krankenversicherung sowie neue Produkte sein. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung der Kapitalmärkte ein entscheidender Faktor für die zukünftige Ertragskraft.