Geldanlage Sparschwein

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59 Prozent der Deutschen setzen auf das Sparschwein. Bei Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren liegt der Wert sogar bei rund 90 Prozent. Ein Drittel der Deutschen gibt an, größere Summen an Bargeld zuhause zu horten.

Trotz Inflation vertrauen viele Deutsche beim Sparen auf ihr Sparschwein oder lagern ihr Geld zuhause. Vielen vermittelt es ein Gefühl der Sicherheit, das Geld in der Nähe zu haben. Auch die ständige Verfügbarkeit des Guthabens ist den Deutschen wichtig.

In insgesamt sechs von zehn Haushalten (59 Prozent) kommt noch das gute alte Sparschwein zum Einsatz. Bei Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren liegt der Wert sogar bei rund 90 Prozent. Aber auch bei jedem zweiten Haushalt ohne Kinder füttern die Sparer fleißig das Sparschwein. Das zeigt eine von der Bank of Scotland in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage.

Regionale Unterschiede im Sparverhalten

Die Vorliebe für diese Sparform ist dabei regional unterschiedlich ausgeprägt. Im Saarland greifen 70 Prozent der Haushalte auf das Sparschwein zurück, in Sachsen und Hessen jeweils 67 Prozent. Am seltensten vertrauen Hamburger (49 Prozent) und Berliner (46 Prozent) auf den Sammelbehälter.

Heimsparen gibt Gefühl von Sicherheit

Ein weiteres Ergebnis des „Sparerkompass“: Ein Drittel der Deutschen gibt an, größere Summen an Bargeld zuhause zu horten. Seit 2011 ist die Zahl der Heimsparer nahezu konstant geblieben (2011: 30 Prozent, 2012: 33 Prozent). Das Gefühl der vermeintlichen Sicherheit ist dabei für jeden sechsten Befragten (15 Prozent) das ausschlaggebende Kriterium. Die direkte und jederzeitige Verfügbarkeit nannten 13 Prozent als Grund. Zwölf Prozent der Befragten sehen das zuhause gelagerte Geld als „Notgroschen“ für unvorhergesehene Fälle. Und für jeweils sieben Prozent spielt das fehlende Vertrauen in Banken und die Angst vor einer neuen Finanzkrise eine Rolle.

„Unsere Studie zeigt, dass das Sicherheitsdenken bei vielen Deutschen besonders ausgeprägt ist. Das ist grundsätzlich sehr positiv, denn viele legen regelmäßig Geld für unvorhergesehene Ereignisse zurück. Wenn die Ersparnisse jedoch zuhause im Sparschwein oder unter der Matratze schlummern, verlieren sie täglich an Wert“, sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland.

Quelle: Bank of Scotland