Was in Großbritannien bereits ein Erfolg ist, soll nun auch in Deutschland umgesetzt werden. Im März hatte Google das Vergleichsportal Beatthatquote.com übernommen. Suchen Verbraucher nach einer Kfz-Versicherung, erscheint unter den bezahlten Adwords-Anzeigen ein Sponsored Link. Dieser führt direkt zum Google-Vergleich. Analog dazu hat Google in den USA bereits ein Reisevergleichsportal laufen.

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Mit der geplanten Einführung eines Online-Vergleichsportals für Kfz-Tarife könnte der Markt noch stärker ins Rollen kommen. In den vergangenen Jahren wahren die Marktführer Check24 und Transparo, dank steigender Zahlen im Onlineverkauf, kräftig zulegen. Allein 2011 wurden knapp 750.000 Kfz-Versicherungen über Vergleichsportale vermittelt. Für 2012 rechnet man mit über einer Million vermittelter Verträge. Dagegen sinkt bei vielen Unternehmen der Anteil der durch Vermittler verkauften Policen.

Laut Informationen der Financial Times führt Google aktuell Gespräche mit deutschen Versicherern. Ziel ist es, auszuloten, ob die Branche Ihre Tarife auch bei Google Listen würde. Seitens Google und den Versicherungsunternehmen gab es keine offizielle Stellungnahme.

Derzeit kassieren Vergleichsportale, wie Check24, pro abgeschlossenem Vertrag 80 Euro bis 100 Euro Provision. Um jedoch in den Genuss von vielen Kundenanfragen zu kommen, müssen die Vergleichsportale oft tief in die Tasche greifen. Über die bezahlte Adwords-Werbung fließen, je nach Saison, zwischen 6 und 15 Euro pro Klick an Google. Richtig Spaß machen den Portalen nur Kunden, die über die normalen Suchanfragen oder direkt auf ihren Internetseiten landen.