Rösler plant Anhebung des Arzneimittelzuschlags
Nach neun Jahren ohne Anpassung sollen Deutschlands Apotheker ab 2013 mehr Geld je verkaufter Arzneimittelpackung erhalten. Derweil üben sowohl die Krankenkassen, als auch die Apotheker harsche Kritik am Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Rösler.
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Je Arzneimittelpackung, die von der Krankenkasse übernommen wird, bekommen deutsche Apotheker einen fixen Zuschlag von 8,10 Euro. Dieser soll Kosten für Lagerung und Vertrieb der Packung abdecken. Im Gegenzug gewähren die Apotheker den Krankenkassen einen Rabatt von 2,05 Euro je Rezept. Die derzeitig gültige Regelung besteht seit 2004.
Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen hat Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) einen Entwurf zur Änderung der Arzneimittelverordnung vorgelegt, der vorsieht den Zuschlag je Packung um 25 Cent auf 8,35 Euro. Bei der Berechnung der neuen Zuschlaghöhe legt das Wirtschaftsministeriums Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Grunde. Die neue Regelung soll bereits ab Januar 2013 in Kraft treten.
Die Apotheker könnten so mit jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von 190 Millionen Euro rechnen. Die Kosten dafür sollen hauptsächlich die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die privaten Krankenversicherungen (PKV) tragen. 162 Millionen Euro sollen von der GKV und 21 Millionen Euro von der PKV übernommen werden.
Bei den Krankenkassen stößt der Entwurf auf wenig Gegenliebe. Eine Sprecherin des Spitzenverbands der Kassen äußerte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen kritisch: „ Wir sind sehr gespannt, wie die Politik die Erhöhung dieses Vergütungsaufschlags begründen wird“. Bis dato seien seitens der Apotheker keine belastbaren Daten zu Umsatz, Gewinn und Betriebskosten geliefert worden, die eine Erhöhung des Zuschusses rechtfertigen würden.
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Auch auf der Seite der Apotheker zeigt man sich nicht zufrieden. Sie hatten eine vierfache Anhebung der Zuschlags auf 9,14 Euro gefordert. „Das sind 25 Cent Erhöhung pro abgegebene Packung nach neun Jahren ohne Anpassung - da kann das letzte Wort noch nicht gesprochen sein“, sagte der Präsident der Apothekervereinigung Abda, Heinz-Günter Wolf. Man wolle sich diesbezüglich „in keinster Weise damit zufrieden geben, dass kaum die Kostensteigerungen von zwei der vergangenen neun Jahre berücksichtigt werden.“ erklärte Wolf weiter.









Zum Thema "Gewinn": Scheinbar ist Ihnen nicht bekannt, daß Apotheker mit Ihrem persönlichen Hab und Gut für Verlust die in der Apotheke (aufgrund der schlechten Bezahlung der Krankenkassen) haften. Gewinn muss sein wenn Verluste persönlich auch bezahlt werden müssen. Einhait von Handlung und Haftung. Gibt es in der Politik oder im Finanzwesen aber schon lange nicht mehr, daher ist es wohl vielen nicht mehr bewußt was das überhaupt bedeutet.
"Die verdienen doch noch vom Hersteller über 25% Gewinnmage. Da sollte man mal unter Beachtung der wirtschaftlichen Entwicklung ganz ruhig sein. Am Besten man kauft bei denen nix mehr ein, kann man doch genau so gut im Ausland online erledigen".
Rabatte gibt es schon seit Jahren keine mehr vom Hersteller für die Apotheken. Und 25% gab es auch zu den Zeiten als die Apotheke noch besser vedienten (ist 20 Jahre her) noch nie.
Schade daß hier solche falschen Stammtischparolen verbreitet werden.
Zu den Fakten: Die Apotheker bekommen seit 2004 keine Erhöhung als Ausgleich für gestiegene Anforderungen. Steigerung 0%.
Im selben Zeitraum siteigen die Tariflöhne (ja auch der in den Apotheken angestellten Mitarbeiter um ca. 20 %.
Die Krankenkassen bekommen seitdem 30% mehr an Einnahmen.
Zudem kommt ein massiver Anstieg im Arbeitsvolumen (Stichwort Rabattverträge), der zum einen weder finanziell ausgegelichen wird und zum anderen enorme zusätzliche Kosten in den Apotheken verursacht. Diese arbeiten umsonst mehr damit dei Krankenkassen sparen können und diese zusätzlichen Gewinne und Einnahmen sogar noch nicht einmal öffentlich machen müssen.
Welcher Arbeitende arbeitet denn heute noch für den Lohn von vor 8 Jahren?
Also bitte: Wer keine Ahnung hat solche sollte Kommentare besser unterlassen.
Viele Apotheken auf dem Land kämpfen ums Überleben!
Mit freundlichem Gruß
Das ist doch nur der Zuschlag der Krankenkassen. Die verdienen doch noch vom Hersteller über 25% Gewinnmage. Da sollte man mal unter Beachtung der wirtschaftlichen Entwicklung ganz ruhig sein. Am Besten man kauft bei denen nix mehr ein, kann man doch genau so gut im Ausland online erledigen.