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Map-Report

Rentenversicherungen leiden unter der Zinsebbe

Im Niedrigzins laufen auch die Renditen auf Grund: Rentenversicherungen leiden unter der Zinsebbe (Symbolbild)Cams@Pixabay.com

Der Branchendienst Map-Report hat klassische Rentenpolicen der Lebensversicherer verglichen und bei neueren Abschlüsse ermittelt, wie viel Kapital diese nach 20 Jahren Sparzeit zum Rentenbeginn im Jahr 2017 bringen. Wegen sinkender Zinsen sind es rund 10.000 Euro weniger als bei Abläufen des Jahres 2005. Wegen des andauernden Zinsebbe wird die Klassikrente immer unattraktiver.

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Die Renditen klassischer Rentenverträge der Lebensversicherer sind in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Der Map-Report 892 hat anhand eines Musterkunden (1.200 Euro Jahresbeitrag, 20 Jahre Dauer) ermittelt, wie hoch die Kapitalabfindung zum Ablauf der Aufschubzeit des Vertrags im Jahr 2017 wäre. Es sind bei den untersuchten Versicherern im Schnitt gut 36.000 Euro oder eine Rendite von 3,81 Prozent, errechnete der Map-Report.

Cosmos, Öffentliche Braunschweig und R+V vorn

Zum Vergleich die Zahlen der Vertragsabläufe des Jahres 2005. Vor 12 Jahren schlugen noch gut 46.000 Euro Kapital oder 5,90 Prozent Rendite für den Rentensparer zu Buche. Hintergrund sind – klar – die seit gut 15 Jahren stetig sinkenden Zinsen. Von Durchschnittszahlen der Branche nun zu den berichteten Ergebnissen einzelner Unternehmen, deren Policen in diesem Jahr ausgezahlt werden.

Bei Klassikrenten, deren Aufschubzeit in diesem Jahr endete, bietet die Cosmos Leben ihrem Kunden knapp 40.000 Euro Kapital. Gut 39.000 Euro hat der Kunde der Öffentlichen Leben Braunschweig an Kapitalabfindung zu erwarten. Für R+V, Europa und Stuttgarter werden rund 38.000 Euro gemeldet. Schlusslichter in absteigender Folge sind die MyLife (rund 35.000), Neue Leben, LVM Mecklenburgische und Iduna. Letztere noch mit knapp 33.800 Euro Kapitalabfindung.

Dynamische Rente lohnt ab dem achten Bezugsjahr

Zusätzlich hat der Map-Report untersucht, wie sich historische Sofortrenten-Policen entwickelt haben, die (Beispielfall) im Jahr 1997 starteten. Bei solchen Renten, die seit 20 Jahren an einen damals 63-jährigen Kunden ausgezahlt werden, dauert es wegen sinkender Überschüsse immer länger, bis der Sparer auf seine „schwarze Null“ kommt, er also addiert mehr Renten kassiert als er als Einmalbeitrag bezahlt hatte.

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Wählte der Kunde eine dynamische Rente (also ganz ohne anfänglichen Zuschlag aus Überschüssen), dann hatte er erst mit Alter 80 mehr Renten erhalten als eingezahlt, musste also mehr als 15 Jahre weiterleben, um das erste Renditepünktchen zu erwirtschaften. Nur wenig länger dauert es bis zu „schwarzen Null“ mit den teildynamischen oder den konstanten Renten. Letztere können mit der dynamischen Rente nicht mithalten, weil diese nach etwa acht Jahren den höchsten Betrag aufweist, den der Versicherer dem Kunden überweist.

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