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RoboadvisorFinanztest überprüft Roboadvisor für die Geldanlage

cocoparisienne/Pixabay

Mit einem Roboadvisor Geld richtig anlegen und dabei Gebühren sparen. Dieses Ziel wollen Banken und FinTech-Unternehmen für ihre Kunden zur Wirklichkeit werden lassen. „Finanztest“ hat die am Markt verfügbaren Roboter getestet. Vorläufig haben die Maschinen und ihre Algorithmen noch Nachhilfebedarf bei der plausiblen Darstellung ihrer Offerten. Punkten können die Quirion Bank, der Dienst von Ginmon und JustETF.

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Die Zeitschrift „Finanztest“ hat für ihr jetzt erschienenes Januarheft 18 digitale Dienstleister getestet. Dabei haben die Tester sich vor allem darum gekümmert, ob Anlagevorschläge von Maschinenhand für die Sparer vor dem Bildschirm plausibel gestaltet sind. Also ob der Kunde vor dem Bildschirm versteht, was Freund Roboter ihm für seine Geldanlage empfiehlt. Meist werde den Verbrauchern je nach Vorgabe ein gemischtes Portfolio an Wertpapieren, oft ETF-Indexfonds, angeboten.

Aus dem Bankfragebogen wird ein Algorithmus

Zunächst sollten aus Sicht der Finanztester nur solche Verbraucher den maschinellen Finanzrat nutzen, die in Sachen Geld und Anlage schon etwas erfahren sind. So wie man sich eben neuen Themen des Lebens immer mit Hilfe eines Menschen nähern soll. Wer als Anleger bereits Vorkenntnisse hat, dem könne der künstlich erzeugte Rat des Roboadvisors bei der Geldanlage durchaus Hilfe leisten.

Schließlich steckt in diesen Maschinen nichts anderes als ein Algorithmus. Das ist einfach ausgedrückt eine programmierte Befehlskette, die im Falle des Roboadvisors den klassischen Bankfragebogen zur Geldanlage „eingebaut“ hat.

Bei „Finanztest“ werden die Maschinenberater in drei Klassen eingeteilt:

  • Full-Service-Robo-Advisor übernehmen die Vermögensverwaltung des Kunden komplett und unterliegen der Kontrolle der Finanzaufsicht BaFin.
  • Half-Service-Robos unterbreiten dem Kunden Vorschläge für sein Sparprodukt und verkaufen die Produkte. Meist über den auf derselben Webseite anbietenden Finanzanlage-Vermittler.
  • Self-Service-Robos geben nur Anlagetipps, verkaufen aber keine Anlageprodukte.

Ob die Robos auch neutral, dazu äußert „Finanztest“ Zweifel. Einige der maschinell betriebenen Geldratgeber bevorzugen nach Beobachtungen der Tester die hauseigenen des Anbieters der Webseite oder der App. Und so habe „Finanztest“ bei fünf von sechs getesteten Service-Robos Interessenkonflikte der Seitenbetreiber zwischen neutraler Beratung und Verkaufsinteresse festgestellt.

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In der Kategorie der Full-Service-Robo-Advisors gab „Finanztest“ den Anbieter Liqid und der Privatbank Quirion die besten Noten, wegen geringer Kosten und aus Sicht der Tester plausibler Vorschläge für die Geldanlage. In der Gruppe der Half-Service-Robos siegten bei den Testern der Anbieter Ginmon. Und bei der reinen Self-Service-Information liegen laut „Finanztest“ die Dienste von JustETF und Moneyfilter auf den vorderen Plätzen.

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