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24.03.2016

Keyless-Auto-Diebstahl-KaskoversicherungKeyless-Systeme: Kaskoversicherung zahlt bei Diebstahl

Als die Autos noch richtige Zündschlüssel hatten: Bei diesem Oldtimer-Modell wäre das Funksignal nicht einfach abzufangen gewesen (Symbolbild). Pixelheart@Pixabay.com

Autoversicherung: Keyless-Systeme fürs Auto sind bequem, aber auch gefährlich. Autodiebe nutzen den Funksignal-Trick für ihre Zwecke, zum Auf-"klicken" von Fahrzeugen. Der ADAC fand in einem Test heraus, wie leicht solche Systeme zu knacken sind. Eine Sicherheitslücke, die durch ein Stück Alufolie nur unzureichend abgedeckt wird - die Kasko haftet aber trotzdem.

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Sogenannte Keyless-Schlüssel bieten noch mehr Komfort als "herkömmliche" Funkschlüssel. Der Autofahrer muss bei diesen Modellen keine Taste mehr drücken, um sein Fahrzeug zu öffnen, sondern die Tür öffnet sich automatisch, wenn er in die Nähe des Fahrzeuges kommt. Und schließt auch automatisch, wenn er sich entfernt. Doch dieser Komfort wird mit einem hohen Preis bezahlt, denn komfortabel ist die Technik auch für Langfinger.

Bei zwanzig vom Automobilclub getesteten Keyless-Fahrzeugmodellen zeigte sich, wie leicht sie von Dieben geöffnet werden können. Das Funksignal lässt sich mit dem richtigen Know-how problemlos verlängern und Autos lassen sich einfach öffnen, ganz ohne Brechstange. So kann ein Dieb das Funksignal in der Nähe des Originalschlüssels verstärken, sogar bis über mehrere hundert Meter, wie der ADAC mitteilte.

Keyless-System birgt Sicherheitslücke

Über diese Sicherheitslücke nun können die Türen des Wagens geöffnet und der Motor angelassen werden. Und das ist ein Problem, welches sowohl preiswerte Modelle als auch Limousinen aus der obersten Preisklasse betrifft. Bei der Kfz-Kaskoversicherung sei es aber gleich, wie schnell oder wie problemlos ein Auto von Nicht-Inhabern geöffnet und gestohlen werden könne, berichtet der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GdV).

Die klassischen Einbruchsspuren fehlen bei Autos, die über das Keyless-System geknackt wurden, trotzdem bleibt der Versicherungsschutz uneingeschränkt bestehen. Selbst wenn das Auto für immer verschwunden ist und somit auch jede Möglichkeit, Spuren am Wagen zu finden, leistet die Kaskoversicherung. Denn manchmal lässt sich doch so ein Diebstahl über die verbauten Steuergeräte rasch rekonstruieren, dafür muss das Auto aber „da“ sein.

Diebstahl - Was der Versicherer jetzt benötigt

Falls es dazu kommt, dass einem das Fahrzeug mit Keyless-Technik gestohlen wird, so der GDV, dann benötigt der Kfz-Versicherer folgende Unterlagen: Nachweis der Anzeige bei der Polizei, Alle Fahrzeug-Schlüssel und die Fahrzeug-Papiere, Abmeldebescheinigung von der Zulassungsstelle, Schriftliche Schadenanzeige des Kunden und Angaben zum Wert des Fahrzeugs.

Zwar sind die beschriebenen Lücken bei der Sicherheit der Schlüssellosen-Systeme bekannt, nicht zuletzt, weil die Medien das Thema mehrfach beleuchtet haben. Aber wie groß das Problem tatsächlich sei, so der GDV, ließe sich nicht beziffern, da konkrete Statistiken hierfür nicht vorliegen.

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Wachsam sein und Folie kaufen

Trotz aller fehlenden Statistik steht das Problem jedenfalls unangefochten im Raum und deshalb sollten Halter eines solchen Fahrzeuges achtsam sein und ihren Wagen im Blick behalten oder sicher parken. Ein Stück Alufolie kann das Schlimmste übrigens auch verhindern. Es heißt jedenfalls, dass ein in Alufolie eingewickelter Schlüssel eine Funkverlängerung durch Autodiebe unmöglich macht.

GDV.de

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