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26.02.2016

FintechJung, DMS & Cie. - "Der Kunde entscheidet, von welchem Makler er betreut werden will"

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der Jung, DMS & Cie. AGPressefoto Jung, DMS und Cie.

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. wird in den Allgemeinen Datenschutzbestimmungen des Online-Maklers Clark.de genannt. Versicherungsbote fragte beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Sebastian Grabmeier nach, wie die Zusammenarbeit aussieht. Jung, DMS und Cie. will den angeschlossenen Maklern selbst technische Tools zur Verfügung stellen, um gegen die neuen Startups und FinTechs bestehen zu können.

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Versicherungsbote: Bei dem Fintech Clark.de unterzeichnen die User digital eine (neue) Maklervollmacht. Die bestehenden Vermittler verlieren in ihrem Bestand dadurch die Verträge des Kunden. Resultierend daraus könnten auch Bestände von angeschlossenen Vertriebspartnern betroffen sein. Könnte ihr Maklerpool dadurch auch Umsatz verlieren oder gibt es eine Art Bestandsschutz?

Grabmaier: Nein. Ganz im Gegenteil sind wir sicher, dass uns angeschlossene Partner von den erleichterten Übertragungsmöglichkeiten enorm profitieren können. Einen Bestandsschutz gibt es allerdings nicht: Der Kunde entscheidet, von welchem Makler er betreut werden will.

"Unsere angeschlossenen Makler werden selbst zu einem FinTech"

Zuletzt kam es aus der Maklerschaft verstärkt Kritik, nach dem die ersten Vermittler ihre Kunden verloren haben. Wie erklären Sie den angeschlossenen Maklern die Zusammenarbeit mit den vermeintlichen Versicherungsordnern?

In der Tat halten wir es für problematisch, wenn ein Kunde mit der Zustimmung zur Anzeige auf seinem Smartphone einen Maklerwechsel durchführt, ohne dass er sich dessen bewusst wird. Wir verfolgen einen anderen Weg. Mit unserer App „allesmeins“ wird ein uns angeschlossener Makler selbst zu einem überlegenen FinTech. Statt Kunden zu verlieren, hat er mit „allesmeins“ die Chance, die Vertragsdichte seiner Kunden deutlich zu erhöhen und darüber hinaus neue Kunden zu gewinnen. Im Übrigen: Online gestützte Beratung sehen alle im AfW und VOTUM organisierten Maklerpools als zukunftsorientierte Ergänzung des Beratungs- und Betreuungsangebotes an. Wie alle Unterzeichner der "Mannheimer Erklärung" verzichten wir zum Schutz unserer Makler allerdings auf eine Zusammenarbeit mit Unternehmen, deren Geschäftsmodell und Werbung ausschließlich auf dem Versprechen von Provisionsabgabe oder des Auslobens sonstiger Vergütungen für den Abschluss eines Versicherungsvertrages an den Kunden ausgerichtet ist.

Ist das Unternehmen Clark Germany GmbH Vertriebspartner bei ihrem Pool?

Ja. Das Unternehmen hat vor der Umbenennung in „Clark“ einen Poolpartner-Vertrag bei Jung, DMS & Cie. abgeschlossen. Zwar war uns zum Zeitpunkt der Anbindung nicht bewusst, dass es sich bei diesem Vermittler um ein so genanntes FinTech-Unternehmen handelt, weil wir aber uns angeschlossenen Maklern keine Vorgaben über ihr Geschäftsmodell machen und es bisher keine einzige Beschwerde oder Beanstandung eines anderen Maklers gab, sehen wir keinen Grund für eine Änderung.

Bekommt Jung, DMS & Cie. AG einen Overhead vom Umsatz?

Sofern Clark Geschäft einreicht, behalten wir uns wie bei anderen Maklern für die Abwicklungsleistung selbstverständlich unsere Poolmarge ein.

"Zu einer Abstimmung ist es bisher nicht gekommen"

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen dem Fintech-Unternehmen und Jung, DMS & Cie. aus?

Zu einer Abstimmung ist es bisher nicht gekommen. Wie gesagt, die Anbindung erfolgte als „normaler“ Makler.

Welche Daten werden konkret übergeben?

Bis auf die zur Anbindung notwendigen Stammdaten des Unternehmens bisher keine.

Wird ein aktives Angebot über den Pool gemacht?

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Nein.

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