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07.12.2015

ProdukteVersicherungskammer Bayern dekoriert das Schaufenster um

Neue Farben im Schaufenster: Die Versicherungskammer Bayern setzt zukünftig bei Altersvorsorge-Produkten mehr auf Fonds. Marcino@Pixabay.com

Lebensversicherung – Garantien raus. Fonds rein. Wie die Allianz es vormachte, behält die Bayern-Versicherung zwar auch noch klassische Rentenversicherungen in Ihrem Angebot für Kunden. Für die Zukunft und die aktive Werbung beim Verbraucher setzen die Bayern nun auf Fondspolicen mit „neuen Garantien“. Das sind Produkte ohne Mindestzins für den Kunden, aber mit Beitragsgarantie zum Ende des Sparvertrags hin. Höher ins Regal, und damit auf Augenhöhe für den Kunden, positioniert das Unternehmen seine Privatrente Plus. Das ist eine Klassikrente ohne Garantiezins aber mit Kapitalerhalt, weniger Kosten und mehr Chance auf Rendite.

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Ab dem kommenden Jahr will die Bayern-Versicherung zwar weiterhin in allen drei Schichten nach dem Rürupschen Erklärungssystem Produkte mit Garantiezins anbieten, teilt das Unternehmen mit. Auch in der dritten Schicht der ungeförderten Kapitalanlage-Produkte bleibe ein letzter Tarif im Angebot der Bayern, aber der stehe laut dem Versicherer „nicht mehr prominent im Schaufenster“. Alte Garantiezins-Laster sind ohnehin eher Vorsorgetarife für Verbraucher, die auf Nummer sicher gehen wollen. Scheinbar. Die neuen Rententarife der Lebenbranche bieten etwa auch Sicherheit beim eingezahlten Geld, nur nicht beim Zins.

Klassik-Policen haben keinen Vorteil mehr

Aber unterm Strich gibt es bei „Klassikern“ und neuen Fondspolicen mit gesicherten Beiträgen keinen Unterschied. In beiden Fällen ist die Rendite gleich null, wenn die Kapitalanlagen dieser Verträge nicht wenigstens etwa zwei Prozent prosperieren. Weswegen sich die Versicherer neben althergebrachten Garantiepolicen auch deren Kosten zu Lasten der Kunden sparen können und mit neuen Fondsprodukten im Rentenmantel beim Kunden aufschlagen. Nur noch mit Kosten für die reine Beitragssicherung belastet, können Fondsprodukte mehr Beitragsanteile in hoffnungsfroherer Anlageklassen hinüberschaufeln. Die Rendite-Wahrscheinlichkeit der Produkte steigt.

Im Falle der Bayern-Versicherung propagiert das Haus seine neuere Privatrente Plus und FlexVorsorge Vario. Einmal Klassik ohne Zinsgarantie, einmal Fonds mit mehr Chance auf Rendite. Schlicht der höheren Ertragschance der Sparer wegen. Als süßen Anreiz bekommen die Kunden ein Zins-Bonbon. Für neue Verträge schüttet der Versicherer mehr Zins aus. In Prozent 3,2 statt 3,0 im Vergleich zu alten Garantieprodukten. Ähnlich wie die Bayern geht der andere blaue Riese vor. Die Allianz Leben behält Klassiker zwar weiter im Regal, will aber vor allem mit ihrer Rente „Perspektive“ punkten, die ebenfalls mit „Abschnitts-Garantien“ kalkuliert ist.

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Allianz bis Zurich machen es vor

Kapitalschutz ja, Rentenfaktor nein. Diesen erfährt der Perspektive-Sparer von der Allianz erst in 25 oder 30 Jahren zu den dann geltenden Rentenkonditionen. Die Leben-Mitbewerber von Ergo bis Zurich schlagen das Angebot bei Klassikpolicen ebenfalls kahl. Der Kapitalmarkt will es so. Für den Kunden kann die neue Produktwelt nur Vorteile haben. Wenn die Beitragsgarantien halten und mehr Aktien mehr Rendite bringen, so der Plan der Lebenbranche.

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