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19.11.2015

TelematikKfz-Versicherung - Mit Big Brother sparen Frauen bei der Autoversicherung

Drei Viertel der Frauen und Senioren fahren in Rabattbereiche.jill111/Pixabay

Kfz-Versicherung - Die telemetrische Vermessung des Fahrstils zeigt, vor allem Frauen sparen bei der Autoversicherung, sobald ein unsichtbarer Beifahrer die Fahrweise der Fahrzeuglenker aufzeichnet. Von einer Blackbox registriert und dem Versicherer gemeldet, zeugen statistisch ermittelte Ergebnisse eines Versicherers von einem defensiveren Fahrstil des weiblichen Teils der versicherten Personen, die ein Fahrzeug steuern.

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Es ist logisch; vorsichtige Autofahrerinnen und -fahrer sollen weniger Prämien für ihre Autopolice zahlen, wenn sie ihr Fahrzeug mit mehr Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer durch den Verkehr bewegen. Frauen am Steuer fahren nach Erhebungen der Sparkassen Direktversicherung defensiver, beschleunigen etwa nicht so stark wie Männer, fahren nicht so schnell durch Kurven oder bremsen auch weniger hart als das „starke“ Geschlecht. Und hiermit ist das Gröbste zur Funktionalität der Telemetrie-Tarifen der Auto-Assekuranz auch schon gesagt. Big Brother im Auto kontrolliert anhand von GPS-Satelliten-Daten auch das gefahrene und das erlaubte Tempo.

Autoversicherung: Drei Viertel der Frauen und Senioren fahren in Rabattbereiche

Eine Blackbox oder eine Smartphone-App misst die Fahrzeugbewegungen, vor allem Längs- und Querbeschleunigungen, meldet die Fahrdaten an die Versicherung. Und diese wiederum berechnet die Prämie nach Fahrweise. Den jetzt veröffentlichten Messergebnissen der Sparkassen Direktversicherung nach kommen Frauen wegen ihres defensiveren Verhaltens am Steuer auf günstigere Prämien, die an den Versicherer zu zahlen sind. Und wenn man dem Versicherer glaubt, dann sparen auch ältere Fahrerinnen und Fahrer Versicherungskosten. Weil die Gruppe der seniorigen Fahrer den Angaben nach ebenfalls weniger rasant fährt als andere, vor allem jüngere männliche Fahrer.

Den ersten Telematik-Tarif hat die Düsseldorfer Sparkassen Direktversicherung Ende des Jahres 2013 auf den Markt gebracht. Damals galt das Angebot noch nicht für alle willigen Chauffeure, die sich von einer Art elektronischem Big Brother auf dem Beifahrersitz während der Fahrt kontrollieren und vermessen lassen wollen. Aber 1.000 Piloten, die am Boden ihre Kreise durch den Straßenverkehr ziehen, konnten die ersten Tests buchstäblich erfahren.

Axa- und VHV-Versicherung zogen nach

Nun berichtet die Sparkassen Direktversicherung, nur knapp zwei Drittel der Männer erreichten durch ihre Fahrweise einen Punktwert, für den es Prämienrabatte bei dem Telematik-Tarif gebe. Gleiches gelte für mittelalte Fahrerinnen und Fahrer zwischen 25 und 54 Jahre. Beim weiblichen Geschlecht seien es drei Viertel der Steuerfrauen und der Menschen ab 55 gewesen, die sich Prämieneinsparungen erfahren hätten. Für junge Fahrer unter 25 sind Rabatte offenbar weit seltener berechtigt. Nur 20 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer bewegten sich mit ihrer defensiv bewegten Fuhre in den Sparbereich hinein.

Obwohl telemetrisch überwachtes und tarifiertes Fahren vor allem wegen Datenschutzbedenken vor allem von Verbraucherschutz-Seite noch kritisch gesehen wird, sind inzwischen auch die Axa oder die VHV-Versicherung an den Markt gegangen und bieten ihren Kunden Telematik-Tarife an. Die hannoversche VHV bietet diese Tarife jetzt jedem Kunden zum Abschluss an. Werblich Vorfahrt gibt der Big-Brother-Autopolice der Schauspieler Til Schweiger, um die Akzeptanz für Tele-Tarife in der Gruppe der Werbekonsumenten und bei den erhofften Kunden der Zukunft zu steigern.

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