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18.08.2015

BerufsunfähigkeitsversicherungBerufsunfähigkeit: Bewusstsein schaffen und sich absichern

Versichern gegen Berufsunfähigkeitstevebp/ pixabay

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung dient der Absicherung der eignen Existenz. Das Risiko berufsunfähig zu werden ist viel höher als die meisten glauben und wird vielfach unterschätzt. Auf 42,65 Millionen Erwerbstätige in Deutschland kommen gerade einmal 17 Millionen Versicherungsverträge, die Berufsunfähigkeit voll oder nur teilweise absichern.

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Einer Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung zufolge, muss gut jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens seine Arbeit einschränken oder gar ganz aufgeben. Doch obwohl die Folgen einer Berufsunfähigkeit finanziell enorm sind, scheint das Bewusstsein für Berufsunfähigkeit kaum vorhanden.

Wen kann Berufsunfähigkeit treffen?

Dass man plötzlich seiner Arbeit nicht mehr vollkommen nachgehen kann, kann jeden treffen, ob Lehrer, Bauarbeiter, Selbstständigen oder Beschäftigten. Die „Deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2015“ hat dazu alarmierende Zahlen herausgegeben: Von den 42,65 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, kämen gerade einmal gut 17 Millionen Versicherungsverträge. Doch selbst bei denen ist Berufsunfähigkeit nicht immer voll abgedeckt.

Dennoch sei ein positiver Trend zu verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich vor allem die selbstständigen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen um 7 Prozent gesteigert.

Psychische Erkrankungen – Die häufigste Ursache

Mit 28,6 Prozent liege die Hauptursache, warum Menschen nicht mehr arbeiten gehen können, bei psychischen Erkrankungen und Nervenkrankheiten, so eine Analyse von MORGEN&MORGEN. Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Skeletts folgen mit 21,4 Prozent. Bei 16,3 Prozent sind Krebserkrankungen die Ursache für Berufsunfähigkeit.

Berufsunfähig ist nicht erwerbsunfähig!

Wer sich im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit keine großen Abstriche leisten kann, muss privat Vorsorge tragen: Zwar umfasste die gesetzliche Rentenversicherung früher noch einen Berufsunfähigkeitsschutz, doch seit der Reform 2001 gehen ab 1961 oder später geboren im Zweifelsfalle leer aus. Nur bei einer Erwerbsminderung kann man noch auf Unterstützung hoffen.

Doch Achtung: Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sind nicht das gleiche! Wenn ein Chirurg aufgrund einer Erkrankung im Wirbelsäulenbereich nicht mehr im Stehen arbeiten kann, kann er zwar seinen Beruf nicht mehr ausüben, ist aber nicht erwerbsunfähig. Er könnte dann ja noch in die Forschung gehen, oder in eine völlig neue Branche wechseln, wo es ihm möglich ist, seine Tätigkeit im Sitzen auszuüben. Deshalb ist es wichtig für das Thema wieder offene Ohren zu schaffen.

Risikoprüfung: Fragen richtig beantworten

Wer eine BU beantragt, muss erst einen Fragebogen mit Gesundheitsfragen beantworten. Bei der Risikoprüfung sollte man nicht flunkern. Risikobehaftete Hobbys und der allgemeine Gesundheitszustand sollten wahrheitsgemäß beantwortet werden, sonst riskiert man im Zweifel seinen Versicherungsschutz und steht am Ende doch noch mit leeren Händen da.

Je eher man seine Versicherung abgeschlossen hat, umso besser. Denn der Beitrag richtet sich auch nach der Höhe des Alters. Außerdem sollte man nicht warten, bis das Risiko berufsunfähig zu werden zu hoch ist. In diesem Falle kann es sein, dass die Beiträge enorm steigen, oder nur mit Ausschlüssen und Zuschlägen zu haben sind.

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In welcher Höhe sollte man sich absichern?

Wie hoch die Summe ist, die man bei der Berufsunfähigkeitsrente bekommt, kann man individuell vereinbaren. Dabei ist es sinnvoll sich am Nettoeinkommen zu orientieren und davon circa 75 bis 80 Prozent abzusichern. Wichtig ist es, dass man die Versicherungshöhe im Nachhinein anpassen kann. Denn immerhin können sich durch Inflation, eine Gehaltssteigerung oder eine Änderung der persönlichen Lebenssituation, die Bedürfnisse ändern und müssen dann neu berücksichtigt werden.

gdv.de

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