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17.02.2015

MSCI-IndexAktienfonds machen 2014 durchschnittlich 13,5 Prozent Plus

Im Schnitt erwirtschafteten aktiv verwaltete globale Aktienfonds auf Euro-Basis 2014 ein Plus von 13,5 Prozent.markusspiske/Pixabay

Aktienfonds - Im Schnitt erwirtschafteten aktiv verwaltete globale Aktienfonds auf Euro-Basis 2014 ein Plus von 13,5 Prozent. Damit konnten lediglich 12 Prozent der internationalen Aktienkörbe den MSCI World Index übertreffen. Dieser lag im Vorjahr bei 19,5 Prozent. Der Vergleichsindex ist einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt.

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Diese vergleichsweise schlechte Quote bestätigt einen seit 2011 anhaltenden Negativtrend am Fonds-Markt. Sicher sind bei den aktiven Fonds nur die laufenden Kosten. Dagegen fördert die Honorarberatung Index-Produkte.

Der Gewinner heißt: MSCI. Etwa so lässt sich das Fazit des Ratinghauses Morningstar für die Fondsmärkte im Jahr 2014 in einen Satz fassen. Weniger als 12 Prozent der aktiv verwalteten Aktienfonds haben im vergangenen Jahr den Index geschlagen. Hiermit setzt sich ein Trend fort: Für das Jahr 2013 hatte die Outperformer-Quote noch bei gut 20 Prozent gelegen, 2012 sogar über 30 Prozent. Ähnlich schlecht hatten aktiv verwaltete Aktienfonds zuvor 2011 abgeschnitten, meldet Morningstar in einem aktuellen Bericht zur Lage.

Aktienfonds vs. MSCI World Index: 6 Prozentpunkte Differenz

Im Schnitt erwirtschafteten aktiv verwaltete globale Aktienfonds im vergangenen Jahr in Euro betrachtet 13,5 Prozent; der MSCI Welt rentierte mit 19,5 Prozent. Das Analysehaus erwartet, „dass Anleger dieser Tage verstärkt mit den Füßen abstimmen“, vulgo verkaufen und auf ETF umschichten. 2014 stagnierten die Mittelzuflüsse der aktiven Aktienfonds auf niedrigem Niveau, während Aktien-ETFs und ähnliche Indexfonds hohe Zuflüsse verbuchten. Vermehrte Abflüsse bei „Aktiven“ und steigende Zuflüsse bei ETF & Co können zudem die Fondskurse bewegen – zu Lasten der aktiv und teuer gemanagten Aktienkörbe.

„Mehrfach-Erdbeben“

Für das noch junge Jahr 2015 sind die Aussichten auf übersichtlichere Marktbewegungen nicht eben besser. Die Marktsituation der vergangenen Wochen beschreibt Morningstar als „Mehrfach-Erdbeben“.

Dieses Börsenjahr startete mit der Franken-Freigabe durch die Schweizer Nationalbank und das Anleihe-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank. Außerdem droht Griechenland aus dem Euro zu kippen, der „Grexit“. Dennoch könne man, so Morningstar, nach dem schlechten Abschneiden der meisten aktiv verwalteten Fonds im vergangenen Jahr noch nicht zur Tagesordnung überzugehen; vielmehr seien die Ursachen zu erforschen.

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Regulierung fördert Indexfonds

Die Ursache, warum aktive Fonds für den Anleger relativ schlecht performten, will Morningstar in den kommenden Wochen anhand von Portfoliodaten tiefer analysieren. Einen Grund für den Boom bei ETFs wollen die Analyse-Experten bereits gefunden haben. Vor allem die Honorarberatung beschleunigt nach Erkenntnissen des Ratinghauses das Wachstum der Indexfonds. Seit dem Provisionsverbot in Großbritannien im Jahre 2013 sammelten Index-Publikumsfonds dort netto 13 Milliarden Euro oder knapp 17 Prozent mehr Mittel ein. Die Logik ist: Honorarberatung wie in England trennt den Berater wirtschaftlich vom Produkt. Die Produktanbieter verlieren durch das Honorarsystem ihren traditionellen Einfluss auf die Vermittler, weil Provisionsanreize entfallen.

© Morningstar

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