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30.07.2014

VersicherungsaufsichtSolvency II: Wie weit sind die Versicherer?

Solvency II-Umsetzung: Gute Kommunikation innerhalb des Unternehmens und Prozessoptimierung werden zum Erfolgsfaktor. © geralt / pixabay.com

Solvency II - Die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen sollen Versicherungsunternehmen am 1. Januar 2016 vollständig erfüllen können. Übergangszeiträume gibt es dann keine mehr. Wie jedes Unternehmen bis dahin die nötigen Schritte zu Implementierung und Befolgung von Solvency II löst, ist diesen selbst überlassen. So verwundert es nicht, dass über 70 Prozent der Versicherer diese Maßnahmen als große oder sehr große Herausforderung empfindet, wie eine Studie der Versicherungsforen Leipzig in Kooperation mit SunGard zum „Umsetzungsstand von Solvency II in der verschiedenen Abteilungen von Versicherungsunternehmen“ zeigt.

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Zur Umsetzung von Solvency II sind in den Unternehmen viele Abteilungen – durchschnittlich sechs – involviert. Das betrifft nicht nur die drei Kernbereiche Risikomanagement, Rechnungswesen und Aktuariat/Mathematik/Versicherungstechnik, sondern auch Abteilungen wie Kapitalanlage, Recht/Compliance, Interne Revision, Personalwesen oder IT.

Strukturierte Prozesse erforderlich

Durch das Einbeziehen verschiedener Abteilungen ensteht ein hoher Koordinationsbedarf. Versicherungsunternehmen müssen sich daher bereits im Vorfeld von Solvency II intensiv mit einer klar strukturierten und dokumentierten Prozesslandschaft beschäftigen, um im Nachgang weniger Aufwand bei der Suche nach Prozessfehlern zu haben.

Alle befragten Unternehmen haben sich bereits mit Reporting-Prozessen bezüglich der Solvency II-Berichterstattung befasst. Bei 70 Prozent sind diese Prozesse bisher noch in Planung. Erst 20 Prozent der Versicherungsunternehmen haben bereits fertig ausgearbeitete Reporting-Prozesse.

ORSA-Prozess haben bereits zwei Drittel der Unternehmen umgesetzt

Ein etwas überraschendes Ergebnis der Studie ist der Umsetzungsstand von einigen vorgezogenen Anforderungen wie etwa dem ORSA-Prozess. Die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA – Own Risk and Solvency Assessment) befindet sich zwar bei knapp zwei Drittel der Befragten bereits in der Umsetzungsphase, ca. 30 Prozent der Befragten stellen jedoch nur „erste Überlegungen“ diesbezüglich an. Angesichts der Berichtspflichten, die 2015 zu erfüllen sind, gibt es hier dringenden Handlungsbedarf seitens der Versicherer.

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Insgesamt 95 Mitarbeiter aus circa 40 verschiedenen Versicherungsunternehmen nahmen an der Studie teil. Die Ergebnisse belegen insgesamt, dass die beteiligten Bereiche in den Unternehmen noch einige Zeit mit der Vorbereitung auf die einzelnen Solvency II-Anforderungen ausgelastet sein werden. Als größte Herausforderung steht den Verantwortlichen die Priorisierung der verschiedenen Themen und Aufgaben gegenüber. Eine gute Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen und Teams innerhalb eines Unternehmens wird so zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor.

Versicherungsforen Leipzig

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