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18.06.2014

PanneAXA Winterthur verkauft Unfallwagen irrtümlich nach Afrika

AXA Winterthur verkauft Unfallwagen irrtümlich nach Afrika.makunin/Pixabay

Wie ein Unfallwagen mithilfe der AXA Winterthur am schnellsten nach Afrika gelangt, erfuhr der Pensionär Rudolf Wattinger am eigenen Leib. Der Schweizer fuhr aus einer Parklücke, als ihm ein anderer Autofahrer in seinen Wagen krachte.

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Nachdem der Fahrer des anderen Wagens die Schuld des Unfalls auf sich genommen hatte, fuhr Rudolf Wattinger mit seinem Rover 600 nach Hause. Einige Tage später meldete sich ein Schadenexperte der AXA Winterthur, die Kfz-Versicherung des anderen Fahrers. Nach der Begutachtung des Fahrzeugs des Pensionärs würde sich eine Reparatur nicht mehr lohnen. Daher zahlt die AXA Winterthur Wattinger eine Schadensumme von 4000,00 Schweizer Franken (CHF) aus und übernimmt dafür den Wagen.

Axa Winterthur lehnt jede Haftung ab

Nachdem der Pensionär das Formular zur Eigentumsübertragung unterzeichnet hat und sein Wagen in den Besitz der AXA Winterthur übergeht, kommt die Versicherung zu dem Schluss, dass Rudolf Wattinger der Unfallverursacher ist. Daraufhin lehnt die Axa Winterthur jede Haftung ab. In einem Schreiben teilt die Versicherung dem Pensionär mit, ihr sei es „deshalb nicht möglich, uns an ihrem Fahrzeugschaden zu beteiligen.“

Das Fahrzeug von Rudolf Wattinger wird für den Export versteigert. Nach Abzug aller Kosten erhält der Pensionär, statt der in Aussicht gestellten 4.000,00 CHF, gerade einmal den Betrag von 23,50 CHF.

Pensionär erhält statt Schadensumme nur 23,50 CHF

Nach Recherchen der Sendung „Kassensturz“ (Ausstrahlung im „SRF“ am 10.06.2014) ist Wattingers Auto zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg nach Afrika. Versicherungsexperte Ruedi Ursenbacher sagt, er finde „das überhaupt nicht korrekt. Ein Versicherer kann dann eine Autoverwertung machen, wenn die Haftung klar ist und wenn er die Entschädigung auch effektiv ausbezahlt. Ansonsten geht ihn dieses Auto nichts an.“ Die AXA Winterthur erklärt daraufhin, dass die Verwertung durch die Versicherung jährlich ungefähr 10.000 Fahrzeughalter in Anspruch nehmen würden.

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Rudolf Wattinger jedenfalls ist richtig sauer. Denn mit seinem geliebten Rover 600 ist er auch die neuen Winterreifen nebst Alufelgen los. Wozu diese in Afrika benötigt werden, ist ihm jedenfalls schleierhaft.

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