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27.03.2014

Messekongress Schaden und AssistanceSchadenstrategie der Allianz - Dezentrale Aufstellung, regionale Verantwortung

PublicDomainPictures/Pixabay

Mit einer dezentralen Aufstellung und regionaler Verantwortung der Standorte will die Allianz ein aktives Schadenmanagement ermöglichen, so Rüdiger Hackhausen über die Schadenstrategie der Allianz auf dem Messekongress „Schadenmanagement und Assistance“ in Leipzig. Am 25. und 26. März 2014 trafen sich über 800 Experten und Dienstleister der Versicherungsbranche, darunter rund 100 Aussteller, und diskutierten aktuelle Trends und Entwicklungen im Schadenmanagement.

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Die Schadenstrategie der Allianz Deutschland stellte Rüdiger Hackhausen, Mitglied der Geschäftsleitung Schaden und Leiter Fachbereich Schaden bei der Allianz Versicherungs-AG, in seinem Vortrag vor. Durch eine dezentralisierte Aufstellung und regionale Verantwortung der Standorte ermöglicht die Allianz ein aktives Schadenmanagement. Die Mitarbeiter unterstützen dieses durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, aber auch Kreativität. Während der Regulierung der Unwetterschäden im Sommer 2013 konnte diese Strategie auf den Prüfstand gestellt werden.

Typischer Versicherungsbetrüger ist Gelegenheitstäter

Prof. Müller-Peters, Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln und Direktor der Kölner Forschungsstelle Versicherungsmarkt, setzte sich mit einem anderen, wichtigen Bereich des Schadenmanagements, dem Betrugsmanagement, auseinander. In seiner Keynote zeigte er auf, dass der typische Versicherungsbetrüger ein Gelegenheitstäter ist, der nicht etwa einen teuren Schaden fingiert, sondern häufig einen vorhandenen Schaden übertrieben darstellt oder den Hergang zu seinen Gunsten abändert. Zudem sei laut Müller-Peters der Versicherungsbetrug an sich zu einem gewissen Maß sozial akzeptiert. Dieser Umstand und die Masse der kleinen Betrugsfälle schaden den Versicherungsunternehmen am meisten.

Reputation ist entscheidend für Geschäftserfolg

Was Versicherern ebenfalls schadet, ist das schlechte Renommee der Assekuranz im Allgemeinen. Dr. Marc Surminski, Chefredakteur der Zeitschrift für Versicherungswesen, führte aus, dass das Image heute als ein Risikofaktor gesehen werden muss, der nicht unterschätzt werden darf. Denn Studien zufolge hat Reputation unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftserfolg. Trotz des relativ schlechten Images der Branche ist die Assekuranz wirtschaftlich erfolgreich. Dessen ungeachtet sollten Versicherungsunternehmen weiter an ihrer Reputation arbeiten, da Kunden zunehmend sensibler für Skandalisierungen in den Medien sind und jede neue Skandalmeldung die Eingriffsbereitschaft der Politik erhöht und die Versicherungswirtschaft belastet.

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Neben der anhaltenden Relevanz der Themen Kfz und Telematik, Betrugs- sowie Kumulschadenmanagement zeigte sich, dass das Thema Dienstleistersteuerung zunehmend an Relevanz gewinnt. Viele Versicherer und Dienstleister haben bereits Kooperationen initiiert, das Potenzial dieser Zusammenarbeit ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Vereinheitlichungen der Kommunikationswege, ganzheitliche Schadenstrategien oder bedarfsgerechtere Services werden künftig die Zusammenarbeit von Dienstleistern und Versicherern bestimmen.

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