Anzeige

Facebook ProfilTwitter ProfilGoogle Plus ProfilXing Profil
11.02.2014

VergleichADAC oder Kfz-Schutzbrief - Was ist günstiger?

ADAC Mitgliedschaft oder reicht ein Kfz-Schutzbrief?Zurich Versicherung

ADAC Mitgliedschaft oder reicht ein Kfz-Schutzbrief? Zum Leistungsumfang beider Angebote gehören, im Falle einer Panne oder eines Unfalls, je nach Anbieter und Tarif das Abschleppen oder Bergen eines Fahrzeugs. Weitere übliche Leistungspunkte sind die Übernahme von Hotelkosten, Kranken- oder Fahrzeugrücktransport. Doch welcher Schutz ist sinnvoller?

Anzeige


Wer mit dem Auto eine Panne hat, der will schnelle Hilfe. Diese erhalten Betroffene rund um die Uhr über eine zentrale Hotline. Während ADAC und der AvD auf eigene Flotten Pannenhelfern zurückgreifen, arbeiten Versicherer in der Regel mit Assistance Partnern zusammen. Einer von diesen Partnern ist die sogenannte "Silbernen Flotte". Assistance Partner deckt aktuell rund 60 Prozent aller Kfz-Schutzbriefe ab und leistet 15 Millionen Autofahrern im Notfall Hilfe. Allein 2013 rückten die 1.800 Pannenfahrzeuge ca. 400.000 Mal aus.

Priorität in der Absicherung bei Unfällen und Pannen haben die Leistungsmerkmale Abschleppen oder Bergen des Fahrzeugs. Bei vielen Angeboten von Kfz-Schutzbriefen und in den Mitgliedschaften der Automobilclubs ADAC, AvD oder Auto Club Europa (ACE) sind zudem, je nach Tarif oder Mitgliedschaft auch Hotelkosten, Kranken- oder Fahrzeugrücktransport abgesichert.

Automobilclubs punkten bei Zusatzleistungen

"Wenn man einem Automobilclub nur wegen des Schutzbriefes beitritt, sind die Leistungen der Versicherungen in der Regel die günstigere Alternative", erklärt Peter Grieble, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale. Immerhin verlangt der ADAC für die klassische Mitgliedschaft 49 Euro jährlich. Bei diesem sind zwar zusätzliche Service, wie Vorteilsprogramm, Fahrzeugprüfung und Rechtsberatung inbegriffen. Jedoch fehlen einige wichtige Leistungsmerkmale, wie zum Beispiel europaweiter Schutz, Fahrzeugrücktransport oder die Übernahme der Fahrtkosten für die Heimreise.

Die fehlenden Leistungsmerkmale kann mit einem Upgrade auf die ADACplus-Mitgliedschaft erreicht werden. Diese kostet 84 Euro jährlich. Wem die Leistungen eines Schutzbriefes reichen, der kommt mit den Angeboten der Versicherer meist günstiger weg. So kostet der Schutzbrief bei Branchenprimus HUK-Coburg je nach Fahrzeugart zwischen 6 und 12 Euro jährlich.

Kfz-Schutzbriefe sind mit mehr Leistungen deutlich günstiger

Dafür verspricht der Kfz-Versicherer auf seiner Homepage: „Schnelle Hilfe bei Unfall oder Panne: rund um die Uhr dank eigener Notrufzentrale, Pannenhelfer sind binnen 30 Minuten vor Ort“

Auch die Absicherung im europäischen Ausland ist meist in Schutzbriefen mit eingeschlossen. Auch Übernachtungskosten sind im Schutzbrief enthalten. Zudem können Falschbetankung, Hotelkosten oder Kosten für Mietwagen mit inbegriffen sein. Bei anderen Unternehmen sind vergleichbare Angebote für knapp 20 Euro erhältlich.

Weitere Leistungen von Kfz-Schutzbriefen:

  • Übernachtungskosten im Schadenfall
  • Mietwagen- oder den Taxikosten vom und zum Flughafen bzw. Bahnhof.
  • Rücktransport von der Pannen-/Unfallstelle
  • Rücktransport des Fahrzeugs zum Heimatort
  • Ersatzteil-Versand: Versicherer organisiert im Ausland nicht verfügbare Ersatzteile
  • Stellplatz: Übernahme der Standkosten bis zur Reparatur des Kfz
  • weitere Serviceleistungen: z.B. Routenplanung, Verzollung, Verschrottung

"Verbraucher sollten beim Abschluss allerdings darauf achten, bis zu welchen Höchstsummen die Kosten übernommen werden", betonte Grieble. Weiterhin sollten die geografischen Gültigkeitsbereiche und, ob die angebotenen Leistungen des Schutzbriefes auch für alle Mitfahrenden gelten, unter die Lupe genommen werden. Imerhin ist es ein großer Unterschied, ob der Schutz schon greift, wenn das Auto bereits vor der Haustür nicht anspringt, oder erst ab einer gewissen Entfernung.

Anzeige


Eine Alternative zu Automobilclubs und Schutzbriefen sind sogenannte Mobilitätsgarantien der Autohersteller. Fast jeder Autoverkäufer hält einen Schutzbrief für seinen Kunden bereit. Diese werden Kunden beim Kauf eines Neuwagens teils sogar kostenfrei geboten. Sie sind allerdings oft nur auf die Dauer der gesetzlichen Gewährleistung von zwei Jahren begrenzt. Gegen einen Aufpreis können solche Angebote in der Regel auch verlängert werden.

Verbraucherzentrale Baden Württemberg

Artikel bewerten

gefällt mir 
 
3.85

2
 
Artikel empfehlen

Anzeige

Fachmagazin bestellen

Newsletter bestellen

Umfrage zur Weiterbildung